Kreis Heidenheim / Catrin Weykopf  Uhr
An so mancher Stelle im Kreis sah es am Mittwochmorgen anders aus als sonst. Hier eine Auswahl an lustigen Scherzen zum 1. Mai.

Willkommen in „Amazonadda“! So werden Autofahrer seit dem 1. Mai am Ortseingang in Nattheim begrüßt. Das Schild ist natürlich ein Maischerz. Doch es ist nicht der einzige in Nattheim. Auch am Rathaus gab es eine Veränderung: Dort prangt ein zusätzliches „B“ an der Fassade. Aus „Rathaus“ wurde so über Nacht ein „Brathaus“.

Kahlschlag an Wald und Haaren

Ziel dieser Ironie mit Biss ist die Entscheidung, die vor einigen Wochen viele Landkreisbewohner aufbrachte: Zwischen Nattheim und Heidenheim wurden zehn Hektar Wald gerodet, um eine Fläche freizulegen, auf der sich ein Logistikzentrum ansiedeln soll. Im Raum steht, dass es sich dabei um ein Amazon-Großlager handeln könnte. Obwohl bis zu 1000 Arbeitsplätze in Aussicht gestellt wurden, ist das Vorhaben - unübersehbar - umstritten. Den Spott dafür bekamen nun sowohl der Heidenheimer als auch der Nattheimer Bürgermeister ab, die - per Photoshop - ebenfalls „kahlgeschlagen“ wurden. Zumindest, was die Haarpracht angeht.

Holter-di-Polter in Schnaitheim

Doch das Nattheimer Schild ist nicht das einzige, das in der Nacht zum 1. Mai neu hinzukam. Auch in Schnaitheim war man kreativ. Dort sehen Autofahrer nun einen Warnhinweis, den es so noch nicht gab. Und zwar an der Heidenheimer Straße, in der Nähe der Kreuzung zur Mittelrainstraße.

„Ladung sichern“, heißt es dort. Wer die Strecke schon einmal selbst gefahren ist, weiß, was gemeint ist.

Ein Baum aus Liebe

In Sachen Verkehr war es in der Nacht auch in Gerstetten zu einer Ausnahmesituation gekommen. Dort hatten zwei Traktoren eine Straße blockiert. Die Polizei, die per Streife vorbeischaute, entdeckte schnell den Grund: Dort war man in einer privat organisierten Aktion gerade dabei, einen eigenen Maibaum aufzustellen. Und zwar aus Liebe.

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Was war da los? In Gerstetten wurde in der Nacht ein privater Maibaum aufgestellt. Dies rief die Polizei auf den Plan.

Ein weiterer Baum, der so nicht vorgesehen war, steht in Hermaringen. Seine Geschichte ist allerdings weniger erfreulich. Der eigentlich vorgesehene Baum wurde nämlich von Unbekannten zerstört, bzw. zersägt. Und zwar bereits Anfang der Woche, während er noch angekettet auf dem Bauhof lagerte. Die unbekannten Säger ließen die Reste am Tatort zurück. Seitens der Gemeinde hat man Anzeige erstattet.

Vor dem Hermaringer Rathaus steht am 1. Mai nun dennoch ein Baum: Eine mit bunten Bändern geschmückte Birke. Woher sie kam, ist - zumindest der HZ - noch nicht bekannt. Aber vielleicht war auch hier jemand aus Liebe tätig? Und sei es nur aus Liebe zur Tradition des Maibaums? Denn so ein Rathausvorplatz - ganz ohne Baum - das sähe am 1. Mai doch arg traurig aus.

Noch mehr entdeckt?

Weitere Maischerze: Wer einen lustigen Maischerz im Kreis Heidenheim entdeckt hat, kann diesen gerne per E-Mail an online@hz.de melden. Gerne mit Bild.

„Maischerze“, die eine Sachbeschädigung oder Vandalismus darstellen, berücksichtigt die Redaktion nicht.

Bildergalerie Maischerze aus dem Kreis Heidenheim 2018