Die Schließung von drei Standorten im Bereich Voith Turbo betrifft rund 600 Mitarbeiter. Durch die Umstrukturierungen in Sonthofen, Zschopau und Mülheim werden 230 Menschen entlassen, 370 Stellen werden an andere Standorte verlagert. Die Konzernleitung begründet die „schmerzhaften Einschnitte“ damit, dass die Produktion im Allgäu und in Sachsen wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll sei.

Das bedeuten die Schließungen in Sonthofen und Zschopau für Heidenheim

Doch was bedeuten diese Maßnahmen für den Standort Heidenheim, wo Voith der größte und wichtigste Arbeitgeber der Region ist? Lars Rosumek, Sprecher der Konzernzentrale in Heidenheim, erklärt auf Anfrage, dass Heidenheim zunächst nur sehr indirekt von den Umstrukturierungen betroffen sein werde. Spo könne es sein, dass sogar Serviceaufgaben aus den zu schließenden Werken in Sonthofen und Zschopau nach Heidenheim verlegt würden.

Heidenheim muss einen Beitrag leisten

Als Toralf Haag, der Vorsitzende der Konzerngeschäftsführung, am Montagmorgen in Heidenheim die Belegschaft über die Umstrukturierungen informierte, werden sich viele Mitarbeiter gefragt haben, was das alles für ihren Job bedeutet. Haag sagte in seinem Bericht: „Heidenheim ist und bleibt unser Mutterschiff, daran wird sich nichts ändern.“. Er fügte allerdings auch hinzu: „Der Standort muss jedoch auch einen Beitrag zu Wettbewerbsfähigkeit und Flexibilität leisten.“

Hintergrund könnte sein, dass der Standort Heidenheim unter dem Strich Verluste macht. Zu diesem negativen Ergebnis kommt man aber nur, wenn man alle Standorteinheiten in Heidenheim zusammenfasst, erklärte Konzern-Sprecher Lars Rosumek dazu

Zum Thema Standortpakt sagte Rosumek: „Es laufen herausfordernde Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern, aber es gibt dazu derzeit keinen aktuellen Sachstand.

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