Personal Voith: Stephan Schaller ist Nachfolger von Hubert Lienhard

Stabwechsel an der Voith-Spitze: Dr. Hubert Lienhard (links) geht zum 1. April 2018 mit 67 in den Ruhestand, Nachfolger Stephan Schaller (rechts) kommt von BMW nach Heidenheim.
Stabwechsel an der Voith-Spitze: Dr. Hubert Lienhard (links) geht zum 1. April 2018 mit 67 in den Ruhestand, Nachfolger Stephan Schaller (rechts) kommt von BMW nach Heidenheim. © Foto: Voith
Heidenheim / Hendrik Rupp 18.09.2017
Wechsel an der Spitze des Voith-Konzerns: Stephan Schaller (BMW) soll im kommenden April Nachfolger von Dr. Hubert Lienhard werden

Buchstäblich neue Wege schlägt Voith an der Unternehmensspitze ein: Wenn Konzernchef Dr. Hubert Lienhard im kommenden Frühjahr in den Ruhestand wechselt, soll ihm mit Stephan Schaller, derzeit Leiter der globalen Motorradsparte der BMW-Gruppe, erstmals in der Firmengeschichte ein externer Konzernchef folgen.

Bisher war Schaller Voith nur als Mitglied im mächtigen Gesellschafterausschuss verbunden, dem er seit knapp zwei Jahren angehört. Zuvor waren seit dem Ende der Geschäftsführer aus dem Familienkreis bei Voith mit Hugo Rupf, Michael Rogowski, Hermut Kormann und Hubert Lienhard stets Konzernchefs aus den Reihen der bestehenden Unternehmensspitze gekürt worden.

Mit der Berufung von Stephan Schaller weicht der Gesellschafterausschuss der Voith Management GmbH von dieser Tradition ab.

Stephan Schaller, Jahrgang 1957, studierte Maschinenbau an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Von 1981 bis 1999 folgten Management- und Führungspositionen bei BMW, nach vier Jahren bei der Linde AG kam Schaller 2004 als Produktionsvorstand für die Nutzfahrzeugsparte zu Volkswagen. Hier war er seit 2007 Sprecher des Vorstands der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge.

2010 wurde Schaller stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Schott AG, bevor er im Juni 2012 zum Leiter der globalen Motorradsparte der BMW Group ernannt wurde.

Hubert Lienhard, der Voith seit 2008 führt, wird 2018 planmäßig mit dem Ende seiner zweiten Amtsperiode im Alter von 67 Jahren in den Ruhestand gehen. Der Wechsel an der Konzernspitze soll zum 1. April stattfinden. Dann werden Lienhard und Schaller sozusagen die Stühle tauschen, Lienhard soll dann an Schallers Stelle Mitglied des Gesellschafterausschusses werden. Damit enden auch die Gerüchte, Lienhard könne seine Tätigkeit an der Konzernspitze über seinen 67. Geburtstag hinaus verlängern. Mit 60 Jahren ist sein Nachfolger gerade sieben Jahre jünger als er.

Prof. Hans-Peter Keitel, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses und damit sozusagen Aufsichtsratschef von Voith, würdigt Stephan Schaller als erfahrenen Nachfolger und lobt in einer Pressemitteilung die Verdienste Lienhards um das Unternehmen: „Er hat den Konzern durch eine der herausforderndsten Phasen der letzten Jahrzehnte erfolgreich und mit klarer Linie geführt, die Profitabilität nachhaltig gestärkt und dem Konzern durch einen tiefgreifenden Umbau seine strategische Handlungsfähigkeit zurückgebracht. Mit seiner digitalen Agenda hat er Voith zu einem wichtigen Akteur der digitalen Transformation gemacht.“

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