Heidenheim Voith-Chef Schaller bekennt sich zum Standort Heidenheim

Vor 2500 Voith-Mitarbeitern fand die Betreibsversammlung in der Voith-Arena statt.
Vor 2500 Voith-Mitarbeitern fand die Betreibsversammlung in der Voith-Arena statt. © Foto: Sabrina Balzer
Heidenheim / Andreas Uitz 04.07.2018
Die komplette Voith-Führung trat erstmals bei einer Betriebsversammlung vor der Gesamtbelegschaft am Standort auf.

Es war ein Novum: Erstmals fand eine Betriebsversammlung am Heidenheimer Voith-Standort statt, zu der die gesamte Belegschaft eingeladen war. Und auch, dass die komplette Führungsmannschaft um den Vorsitzenden der Konzerngeschäftsführung Stephan Schaller vor die Mitarbeiter trat und anstehende Veränderungen sowie den Geschäftsverlauf erklärte, ist bisher einmalig.

Als Ort für die erste Betriebsversammlung für den gesamten Standort hatte sich der Betriebsrat am Mittwochnachmittag die Voith-Arena ausgesucht, und rund 2500 Mitarbeiter folgten dieser Einladung.

Die Betriebsratsvorsitzende am Standort, Alexander Schlotz, skizzierte die Struktur des neuen Betriebsrats und ging auch auf die Herausforderungen ein, die das Gremium und die Belegschaft zu bewältigen haben. Er zeigt auf, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht, etwa bei der Ausbildung, bei den „Digital Solutions“ und in Sachen Arbeitszeit. Der Betriebsrat, so Schlotz, werde darauf achten, dass alle anstehenden organisatorischen Veränderungen ohne Einschränkungen für die Mitarbeiter am Standort Heidenheim über die Bühne gehen.

Ein klares Bekenntnis zum Hauptsitz des Unternehmens mit seinen rund 4500 Mitarbeitern gab Konzerngeschäftsführer Stephan Schaller ab. „Die Fähigkeiten, die Sie hier haben, sind absolut höchstes Niveau, man spürt die Unternehmenskultur. Am Standort Heidenheim geht nichts vorbei“, erklärte er unter großem Beifall der Belegschaft.

Voith sei ein stabiles Unternehmen, im Positiven wie im Negativen. „Wir müssen produktives Wachstum erreichen, um auch in Zukunft erfolgreich sein zu können“, erklärte Schaller und nannte mehrere Aspekte, mit denen das erreicht werden soll: Zukauf von Unternehmen, internes organisches Wachstum durch Förderung von Innovationen und die digitale Zukunft.

„Wir müssen aber auch intern Prügel aus dem Weg räumen, die uns die Arbeit im eigenen Betrieb erschweren und bürokratisieren“, sagte er im Hinblick auf anstehende Veränderungen in der Konzernstruktur, die allein in Deutschland aus 70 rechtlich eigenständigen Firmen besteht.

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