Heidenheim / Silja Kummer  Uhr
Für eine zeitgemäße katholische Kirche treten die Frauen ein, die sich zur Bewegung „Maria 2.0“ bekannt und Mitstreiterinnen am Donnerstag auf den Platz vor der Kirche St. Maria eingeladen hatten.

Knapp 100 Frauen – und ein paar wenige Männer – folgten dem Aufruf von zehn hauptamtlich tätigen Katholikinnen zum Treffen vor der Kirche St. Maria. Die Frauen teilten Brot und andere Speisen, sangen gemeinsam und machten sich Gedanken darüber, wie sich die katholische Kirche verändern sollte.

Gegen Missbrauch und Ausgrenzung von Frauen innerhalb der Kirche richtet sich auch in Heidenheim die Aktion „Maria 2.0“.

Die Organisatorinnen wünschen sich zeitgemäße und mutige Antworten auf aktuelle Fragen, etwa zu den Themen Flüchtlinge, Schöpfungsverantwortung, Homosexualität und Ökumene. Auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau und damit den Zugang für Frauen zu allen Kirchenämtern ist eine Forderung. Nicht zuletzt wünschen sich die Frauen die Aufklärung von sexuellem Missbrauch in der Kirche. „Ich habe viel Zuspruch bekommen, als bekannt wurde, was wir da machen“, berichtete Klinik-Seelsorgerin Beate Limberger. Wie es weitergeht mit „Maria 2.0“, wissen die Frauen noch nicht. „Aber alle großen Dinge fangen einmal klein an“, so Dekanatsreferentin Ilse Ortlieb.