Verkehr Unfallstatistik: Junge Fahrer bleiben im Fokus

Halbzeit 2012: Die Zahl der Verkehrsunfälle nimmt zu.
Halbzeit 2012: Die Zahl der Verkehrsunfälle nimmt zu.
erwin bachmann 21.03.2016
Der in der Verkehrsstatistik sichtbar gewordene Trend hat sich innerhalb eines Jahres umgekehrt: Die Zahl der jüngeren Menschen, die im Straßenverkehr von Stadt und Kreis Heidenheim aus der Spur geraten, hat wieder zugenommen, während die Zahl der älteren Semester, die einen Verkehrsunfall verursacht haben, etwas zurückgegangen ist.

Langfristig aber, so hat man's beim Polizeipräsidium Ulm beobachtet, sinkt die Zahl der zwischen 18 und 25 Jahren alten Verursacher fast stetig. Dennoch bleiben sie eine Zielgruppe der Verkehrsprävention, denn mit einem Bevölkerungsanteil von gut acht Prozent haben sie rund 21 Prozent der Unfälle mit Personenschaden verursacht, sind hier also deutlich überrepräsentiert.

Zumindest im Langzeitvergleich geben aber auch die Senioren Gas und sorgen in der Statistik der Unfallverursacher für eine ansteigende Kurve – seit 2006 ein Plus von elf Prozent. „Weil die demografische Entwicklung keine Entspannung erwarten lässt, bleiben die über 65-Jährigen im Fokus der Verkehrsprävention,“ ließ Polizeipräsident Christian Nill bei der Vorlage der Verkehrsstatistik 2015 wissen.

Sofern Radfahrer in dieser Altersgruppe an Unfällen beteiligt waren, sind sie überwiegend selbst die Verursacher gewesen. Auch die Zahl der verunglückten Pedelec-Fahrer ist 2015 weiter angestiegen. „Mit E-Bikes muss man erst fahren lernen,“ folgert der Polizeichef, dem auch die Art der Verkehrsbeteiligung eines deutlich zeigt: „Mehr Mobilität bringt mehr Gefahren, bringt mehr Unfälle – und das alles bei weniger Schutz.“