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Angela Merkel
Heidenheim / HZ  Uhr
Die DKP prangerte bei ihrer Mitgliederversammlung die extreme soziale Ungleichheit an.

Bei der DKP-Mitgliederversammlung diskutierten die Anwesenden über die soziale Situation in Deutschland. Laut einer Aussage von Kanzlerin Angela Merkel gehe es uns gut. „Stimmt das?“ fragten sich die anwesenden Mitglieder. Nach Auffassung von Wilhelm Benz, der auch für den Gemeinderat kandidiert, nehme die Zahl der armutsgefährdeten Menschen zu. Laut Nothilfeorganisation Oxfam sei das Vermögen des reichsten Prozents der Bevölkerung in Deutschland um 22 Prozent gewachsen, das der ärmeren Hälfte nur um drei Prozent. Um das Jahreseinkommen eines Vorstandschefs eines Dax-Konzerns zu verdienen, müsse ein durchschnittlicher Beschäftigter 157 Jahre arbeiten. Schuld sei das derzeitige Wirtschaftssystem. Die Profitinteressen einer kleinen Gruppe stehe über dem Wohl der großen Mehrheit, so die DKP. Gleichzeitig drücke sich die Gruppe der Reichen durch Steuertricks um Zahlungen an die öffentliche Hand. Das müsse endlich verboten werden. „Was wir brauchen sind mehr staatliche Investitionen in Bildung und Gesundheit, existenzsichernde Einkommen und gleiche Chancen für Frauen und Männer“, so Benz.