Arbeit Trotz positiver Signale kein Grund zur Euphorie

Im Februar ist die Zahl der Arbeitslosen in Ostwürttemberg gesunken. Aktuelle Quote in Heidenheim: 5,2 Prozent.
Im Februar ist die Zahl der Arbeitslosen in Ostwürttemberg gesunken. Aktuelle Quote in Heidenheim: 5,2 Prozent. © Foto: Markus Brandhuber
hz 02.03.2017
Im Februar ist die Zahl der Arbeitslosen in Ostwürttemberg gesunken. Aktuelle Quote in Heidenheim: 5,2Prozent.

Ende Februar waren im Bezirk der Agentur für Arbeit (Kreis Heidenheim und Ostalbkreis) 9581 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 140 weniger als im Januar und 869 weniger als im Februar 2016. Die meisten Arbeitslosen wurden mit 3692 in Heidenheim gezählt (Januar: 3806). In Schwäbisch Gmünd waren es 2794 (2807), in Aalen 2050 (2008), in Bopfingen 559 (580), in Ellwangen 486 (520).

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die seit mehr als einem Jahr ohne Beschäftigung sind, sank in der Region von 2996 auf 2963. Das entspricht einer Quote von 30,9 Prozent.

Arbeitslosenquote in Heidenheim bei 5,2 Prozent

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, lag in Ostwürttemberg Ende Februar bei 3,9 Prozent (Januar: 4,0). In Heidenheim ging sie von 5,4 auf 5,2, in Bopfingen von 4,0 auf 3,9, in Ellwangen von 2,2 auf 2,0 Prozent zurück. Unverändert blieb sie in Schwäbisch Gmünd (3,8 Prozent) und in Aalen (3,3 Prozent).

Zufrieden zeigte sich gestern Elmar Zillert, Chef der Arbeitsagentur in Aalen, konnte er doch die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Februar seit zehn Jahren verkünden. Mit Ausnahme der 20- bis 25-Jährigen profitierten alle Altersgruppen von der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt. Eine besonders starke Verbesserung weist die Statistik für die über 50-Jährigen aus. Hier ging die Zahl der Arbeitslosen um 105 auf 3483 zurück.

Trotz positiver Signale kein Grund zur Euphorie

Zillert warnte jedoch allen positiven Signalen zum Trotz vor vorschneller Euphorie. So seien zwar überdurchschnittlich viele Personen (793) von der Arbeitslosigkeit in eine Erwerbstätigkeit gewechselt. Gleichzeitig hätten jedoch 956 Menschen den umgekehrten Weg beschritten.

Der Arbeitsagentur und den Job-Centern in der Region wurden im Februar 1603 neue Stellen gemeldet. Das waren 52 Prozent mehr als im Januar und 21 Prozent mehr als vor einem Jahr. Zillert wertet das als Beleg für die hohe Aufnahmebereitschaft der Betriebe und für die Stabilität des Arbeitsmarktes. Die Angebote kamen vor allem aus den Bereichen Produktion und Fertigung (612), Verkehr/Logistik/Schutz (285) sowie Handel und Kaufmännische Dienstleistungen (222).

Der Arbeitsverwaltung standen im Februar 5710 Stellen zur Vermittlung zur Verfügung. Da gleichzeitig die Zeitdauer bis zu einer Stellenbesetzung zunimmt, ergibt sich für Zillert der Schluss, „dass die geforderten Qualifikationen und Anforderungen der Betriebe und die Struktur der Arbeitslosen nur zum Teil übereinstimmen“. Arbeitsagentur und Job-Center bauten ihr Angebot an beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen deshalb weiter aus.