Heidenheim Tausch an der DHBW: Studienplatz gegen Praktikum

Trafen sich zu einer Feierstunde anlässlich der 20-jährigen Partnerschaft in der DHBW Heidenheim: (von links) Brigitte Ilg, Leiterin des International Office der DHBW Heidenheim, Karima Ramji und Ph. D. Norah Mc Rae von der University of Victoria in Kanada und Prof. Dr. Andreas Mahr, Prorektor der DHBW Heidenheim.
Trafen sich zu einer Feierstunde anlässlich der 20-jährigen Partnerschaft in der DHBW Heidenheim: (von links) Brigitte Ilg, Leiterin des International Office der DHBW Heidenheim, Karima Ramji und Ph. D. Norah Mc Rae von der University of Victoria in Kanada und Prof. Dr. Andreas Mahr, Prorektor der DHBW Heidenheim. © Foto: privat
Heidenheim / pm 06.07.2018
Schon seit 20 Jahren pflegt die Duale Hochschule ein Austauschprogramm mit der kanadischen University of Victoria, an dem bisher knapp 200 Studierende teilgenommen haben.

Knapp 200 Austauschstudierende – das ist das Resümee der 20-jährigen Partnerschaft der DHBW Heidenheim mit der University of Victoria in Kanada.

Hinter dieser nüchternen Zahl steckt ein internationales Austauschprogramm der besonderen Art: „Gestartet ist die Partnerschaft mit einem reinen Praktikantenaustausch von Studierenden der University of Victoria und uns“, sagt Prof. Dr. Andreas Mahr, Prorektor für Forschung und Internationales. Mittlerweile hat sich die Partnerschaft aber zu einem „Hybrid-Programm“ entwickelt, bei dem die beiden kooperierenden Hochschulen Studienplätze gegen Praktikumsplätze tauschen.

Vier Monate nach Kanada

Die DHBW-Studierenden gehen für vier Monate im Rahmen eines Auslandssemesters nach Kanada, anschließend kommen die kanadischen Studierenden für ein Praktikum in das Partnerunternehmen des DHBW-Studierenden. „Idealerweise unterstützen sich die Studierenden während der gemeinsamen acht Monate gegenseitig“, sagt Brigitte Ilg, Leiterin des International Office an der DHBW Heidenheim. „Dieses von der EU-geförderte Austauschprogramm mit dem Titel Caneu Coop wurde 2014 sogar mit dem Global Best Award des International Partnership Networks ausgezeichnet“, sagt sie stolz.

„Eine der sechs Prioritäten in unserem neuen strategischen Rahmen ist die Intensivierung des dynamischen Lernens“, sagt Dr. Norah McRae von der University of Victoria. Deshalb solle sich jeder Student während seines Studiums an arbeitsintegriertem oder gemeinschaftsorientiertem Lernen beteiligen. „Wir sind stolz darauf, eines der größten Koop-Programme Kanadas zu haben“, so McRae. Die Verbindungen, die die Studierenden während des Austausches sowohl untereinander als auch mit ihren Arbeitgebern und Kollegen eingehen, seien unbezahlbar und würden oft zu einer kontinuierlichen Zusammenarbeit führen.

Mehr als 20 Unternehmen

Als Partner der Dualen Hochschule haben sich in den vergangenen 20 Jahren mehr als 20 Unternehmen aus der Region beteiligt. „Ohne dieses Engagement von Firmen wie Voith, Carl Zeiss, Bosch, MAN, Airbus Helicopters und Paul Hartmann wäre unsere Kooperation wohl bei weitem nicht so erfolgreich“, betont Prof. Dr. Andreas Mahr. Und Dr. Norah McRae ergänzt: „Die Praktikumsplätze in Deutschland sind für unsere Studierenden sehr attraktiv. Die Praktika sind immer stark nachgefragt.“

An der University of Victoria studieren 21 700 angehende Akademiker in mehr als 50 Studiengängen. „Neben der Größe und der akademischen Bandbreite hat die Hochschule auch durch ihre Lage direkt am Rande des pazifischen Ozeans an Kanadas Westküste ihren ganz besonderen Charme für die DHBW-Studierenden“, erläutert Brigitte Ilg.

Eine der ersten Partner

Neben der Möglichkeit in einen anderen Alltag hineinzuschnuppern, biete das Austauschprogramm vor allem auch die Möglichkeit, eine andere Kultur kennenzulernen. „Die University of Victoria war eine unserer ersten Partnerhochschulen. Nach mittlerweile 20 Jahren zählt sie zu einer Konstanten in unserem internationalen Programm. Dieses Erfolgsmodell wollen wir weiter ausbauen“, so Brigitte Ilg.

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