Heidenheim / HZ Leserbrief zum Tafelladen der Caritas.

Ich besuche schon seit über zehn Jahren die Tafel in Heidenheim, da ich auf Grundsicherung angewiesen bin. Ich bin zu 70 Prozent schwerbehindert mit Merkzeichen G. Bis Ende März 2018 durften die Leute mit Schwerbehinderung zuerst in den Laden. Die Leute stehen teilweise schon lange vor Öffnung vor der Tafel, vor der Tür. Dies kann ich nicht.

Leider will keiner für diese Probleme zuständig sein. Mit diversen Schreiben an den Träger Caritas habe ich bisher nichts erreicht. Außerdem ist die Tafel seit dem 1. April nur noch von 14 bis 16 Uhr geöffnet, sodass ich aus gesundheitlichen Gründen überhaupt nicht mehr die Möglichkeit habe, etwas einzukaufen. Ich bin am Nachmittag krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage, aus dem Haus zu gehen.

Man könnte meinen, dass man Schwerbehinderte ausschließen will. Ich bin nun wirklich verzweifelt, weil ich nun volle Preise in Discountern zahlen muss, nur weil ich behindert bin. Wo ist die Gerechtigkeit bzw. Gleichberechtigung? Ich hoffe darauf, dass jemand Abhilfe schaffen kann. Für alle Behinderten, die auf die Tafel angewiesen sind.

Karin Kulla, Heidenheim