Heidenheim / Andreas Uitz Auch in diesem Jahr nimmt die Verwaltung wieder viel Geld in die Hand, um den Zustand der Straßen im Stadtgebiet Stück für Stück zu verbessern.

Jede Menge Geld steckt die Stadtverwaltung jedes Jahr in den Unterhalt und die Sanierung ihres insgesamt 259 Kilometer langen Straßennetzes. Vor allen Dingen im Frühjahr müssen die Schäden, die durch den Frost im Winter entstanden sind, repariert werden. Doch neben diesen Unterhaltungsarbeiten, die auch der Verkehrssicherheit dienen, werden auch seit Jahren immer wieder Straßen komplett umgebaut und erneuert. Das hat dazu geführt, dass über die Jahre hinweg immer mehr Straßen die Kategorie gewechselt haben, sprich ihr Zustand erheblich besser geworden ist.

In drei Klassen unterteilt die Verwaltung den Zustand der Straßen: In der Schadensklasse 1 müssen die Straßen möglichst schnell, spätestens in zehn Jahren saniert werden, in der Schadensklasse 2 sind jene erfasst, die in elf bis 20 Jahren erneuert werden müssen und in der Klasse 3 sind Straßen in sehr gutem Zustand, die frühestens in 20 Jahren saniert werden müssen. Aktuell befinden sich 187,6 Kilometer in Schadensklasse 3, außerdem 41,7 Kilometer in Klasse 2 und nur 29,7 Kilometer in der ersten Kategorie.

Drei Kategorien

Jahr für Jahr wird die Kategorie 1 größer, dafür schrumpft die Kategorie 3. Auch 2019 stehen wieder umfangreiche Bauarbeiten in verschiedenen Bereichen der Stadt an. So wird in Schnaitheim der Fischerweg und die Straße Am Jagdschlössle saniert und umgebaut. Außerdem steht ab den Osterferien der erste Bauabschnitt der Bergstraße an (wir berichteten).

In drei Abschnitten wird die wichtige Verbindungsstraße erneuert, Baubeginn ist im Frühjahr. Bis 2021 muss die Straße abschnittsweise für den Verkehr gesperrt werden

In der Oststadt, die ja offizielles Sanierungsgebiet ist, wird der nördliche Teil der Lessingstraße erneuert. Diese Arbeiten hat der Technik- und Umweltausschuss des Gemeinderats bereits vergeben, die Kosten belaufen sich auf rund 600 000 Euro.

Teils aufwändige Baustellen

In all diesen Straßen wird jedoch nicht nur die Oberfläche bearbeitet, sondern es stehen auch Kanalarbeiten an, was dafür sorgt, dass sich die Baustellen über Monate ziehen. Außerdem muss in der Schmelzofenvorstadt auf dem früheren WCM-Gelände angesichts der aktuellen und künftigen Nutzung durch die Gemeinschaftsschule und das Techno-Lab der Kanal neu gebaut werden.

Auch an der B 19 stehen Bauarbeiten an und zwar in der Theodor-Heuss-Straße. Darüber hinaus ist geplant die Straße An der Stadtwaage beim Rewe-Center neu zu bauen.

Weitere Straßenbauarbeiten sind im Marderweg vorgesehen, außerdem in der Lortzingstraße im Heckental, im Walkürenweg unterhalb des Zanger Bergs.

Oberflächen werden erneuert

Nicht ganz so tief gehen die Arbeiten, die in der Aufhausener Straße, in der Brunnenstraße in Aufhausen, in der Fasanenstraße, der Hölderlinstraße, der Osterholz- und Germanenstraße, und im Knupfertal in diesem Jahr vorgesehen sind. Denn hier wird nur die Fahrbahndecke erneuert. Außerdem steht noch die Sanierung von etlichen Gehwegen an: In der Albstraße, im Rebhuhnweg und in der Hauffstraße.

Um den Zustand einer Straße zu erhalten, gibt es auch die Möglichkeit der Oberflächenbehandlung. Dabei wird auf den Fahrbahnbelag eine Schicht aus einer flüssigen Bitumenmasse und Splitt aufgetragen, die dann von den Autos festgefahren wird. Diese Oberflächenbehandlung ist in der Straße Am Hahnenschnabel, in der Kistelbergstraße im Rebhuhnweg und im Auerhahnweg sowie in der Donauschwabenstraße vorgesehen. Außerdem in der Hansegisreute, der Kapellstraße, der Keplerstraße, der Mühlstraße, der Stubentalstraße, im Weidenweg, in der Baindtstraße und der Ziegelstraße. Allein der Auftrag für die Oberflächenbehandlung wurde für 125 000 Euro vergeben.

Straßenbau ist aufwändig und teuer

Allein in diesem Jahr gibt die Stadtverwaltung mehr als acht Millionen Euro für den Tiefbau aus. Darin sind unterschiedlichste Arbeiten mit eingerechnet.

Bei Vollsanierungen werden in der Regel auch die Versorgungsleitungen von Gas und Strom erneuert. Das jedoch ist nicht Aufgabe der Stadt, sondern der Stadtwerke. Bei der logistischen Planung arbeiten die beiden eng zusammen.

Die Kosten für die Erneuerung von Straßen schwanken stark. Bei der reinen Obeflächenbehandlung belaufen sie sich auf 15 bis 20 Euro pro Quadratmeter. Muss die Oberfläche abgefräst und erneuert werden, liegen die Kosten bei 40 bis 50 Euro pro Quadratemter.

Die Vollsanierung einer Straße schlägt mit 120 bis 150 Euro pro Quadratmeter zu Buche. In diesen Betrag nicht eingerechnet ist die Kanalerneuerung und die Infrastruktur. ui