Heidenheim Städtische Grünpflege: größere Fläche, mehr Arbeit

Auch das Rasenmähen gehört zur Grünflächenpflege der städtischen Betriebe.
Auch das Rasenmähen gehört zur Grünflächenpflege der städtischen Betriebe. © Foto: Christian Thumm
Heidenheim / Silja Kummer 14.05.2018
Mit einer Stelle mehr als im Vorjahr pflegen die städtischen Betriebe eine etwas größere Fläche, die aber mehr Arbeit erfordert. Auch um zwei neue Spielplätze muss sich die Stadt kümmern.

Heidenheim ist nicht nur umgeben von viel Natur, sondern hat auch viele Grünflächen in der Stadt. Um 296,61 Hektar müssen sich die Mitarbeiter der städtischen Betriebe kümmern. Darunter fallen nicht nur die Beete und Bäume entlang von Straßen, der Brenzpark und die Georges-Levillain-Anlage am Bahnhof, sondern auch die Grünflächen der städtischen Spielplätze, die öffentlichen Flächen auf den Friedhöfen, das Waldbad und die Sportplätze, jedoch nicht die Voith-Arena.

Rein rechnerisch, so Gunter Bergmann, pflege jeder seiner Mitarbeiter 186 Gärten oder 64 747 Quadratmeter. Der Leiter der städtischen Betrieben hat eine neue Stelle dazubekommen, zudem konnte ein Auszubildender für ein Jahr beschäftigt werden. Insgesamt hat sich die Anzahl der Stellen bei den städtischen Betrieben auf 46,81 von im Vorjahr 45,31 erhöht.

1000 Quadratmeter mehr

Mehr Personal ist nicht nur notwendig, weil sich die Fläche vergrößert hat, die die städtischen Betriebe pflegen, sondern vor allem, weil die Intensität der Pflege zugenommen hat und deshalb mehr Arbeitszeit benötigt wird. Die Flächen werden in Pflegeklassen eingeteilt, die sich von I wie „hoch intensiv“ abstufen nach VI wie „extensiv“.

2018 sind insgesamt 1000 Quadratmeter Pflegefläche hinzugekommen. „Dort, wo neu gebaut wird, verschwindet extensive Heidefläche, gleichzeitig kommen Bäume und Blumenbeete hinzu, die mehr Pflege benötigen“, so Gunter Bergmann. In den Pflegeklassen II, III und IV ist die Fläche größer geworden, um die sich die städtischen Mitarbeiter kümmern müssen, in den Pflegeklassen V und VI dagegen geringer.

Neu hinzugekommen sind für die Grünflächenpfleger zwei städtische Spielplätze: Den Waldbolzplatz im Haintal habe man vom Forst übernommen, der Spielbereich vor der Eugen-Gaus-Realschule wurde neu geschaffen. Renoviert wurden die Spielplätze am Hahnenschnabel, am Brenzuferweg, in der Engass und am Siebenbürgenweg.

Die Anzahl der Bäume im Stadtgebiet ist um 17 auf jetzt 13 610 gewachsen, obwohl auch einige Bäume gefällt werden mussten, beispielsweise, weil sie von Fäulnis, Belastungsbrüchen oder Pilzfruchtkörper am Stammfuß geschwächt wurden.

Öfter mal was Neues im Beet

Was die Gestaltung der Blumenbeete angeht, experimentiert Gunter Bergmann auch immer wieder mit neuen Bepflanzungsformen. Auf 100 Quadratmetern sollen in diesem Sommer Lilien erblühen, beispielsweise an der Auffahrt zur Seewiesenbrücke und der Abzweigung zum Berufsschulzentrum in der Weststadt. Dafür werden vorgetriebene Zwiebeln eingepflanzt. Ein weiteres Experiment ist eine Pflanzung mit Fresien, Schwertilien, Taglilien und Gräsern, die vor der Karl-Rau-Halle zu sehen sein wird. Als nicht praktikabel erwiesen hat sich die Anpflanzung einer Blumenwiese, die als Matten angeliefert wurde. Diese blühte zwar hübsch vor dem Heidenheimer Bahnhof, jedoch habe sich die Vliesmatte nicht aufgelöst und musste mühsam wieder herausgearbeitet werden, so Bergmann. Deshalb gibt es vor dem Bahnhof auch etwas Neues: Dort wurde ein Substrat eingefüllt, das nun mit Stauden bepflanzt wird. Die Auswahl sei eine Abwandlung des „Silbersommers“, der sich auf vielen Mittelstreifen-Beeten in der Stadt schon bewährt hat.

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