Heidenheim Stadtradeln: Bisher knapp zwei Dutzend Teams gemeldet

Alfred Ullmann (links) und Wolfgang Heinecker sind beim Stadtradeln dabei.
Alfred Ullmann (links) und Wolfgang Heinecker sind beim Stadtradeln dabei. © Foto: Christian Thumm
Heidenheim / Michael Brendel 26.08.2018
Am Samstag kommender Woche fällt der Startschuss für den dreiwöchigen Wettbewerb.

Noch knapp zwei Wochen, dann zählt's: Am 8. September beginnt das Stadtradeln – eine europaweite Aktion, die möglichst viele Menschen zum Umstieg aufs Rad bewegen will. Zunächst einmal für drei Wochen, idealerweise aber auch darüber hinaus und möglichst dauerhaft. Denn der Untertitel „Radeln für ein gutes Klima“ verrät die übers persönliche Wohlempfinden hinausgehende Zielsetzung: weniger CO2 freisetzen.

Während sich nach und nach immer mehr Teams finden, die sich in Heidenheim am Stadtradeln beteiligen wollen, der eine oder andere vielleicht noch zögert, sind zwei bereits fest zur Teilnahme entschlossen: Alfred Ullmann (59) und Wolfgang Heinecker (64).

Sporadisch war Ullmann bisher schon von der Hohen Wart in Herbrechtingen zu seinem Arbeitsplatz bei Hartmann in Heidenheim unterwegs. Vor allem aus gesundheitlichen Gründen, wie er sagt, aber auch in dem Bewusstsein, dass es für viele Wege schlichtweg keines Autos bedarf. Der Zweitwagen wurde deshalb vor einiger Zeit abgeschafft.

Jetzt will Ullmann, motiviert durchs Stadtradeln, die fünf Kilometer einfache Wegstrecke konsequent auf dem Rad zurücklegen. Und damit dabei der Fahrspaß nicht zu kurz kommt, wird zunächst einmal investiert, ehe es in wenigen Tagen losgeht: „Bisher habe ich noch so einen alten Göppel. Aber jetzt muss schon was Gescheites her.“ Sollte es ihm gelingen, sich wirklich mit hoher Regelmäßigkeit und bei Wind und Wetter in den Sattel zu schwingen, will Ullmann die Anschaffung eines E-Bikes in Erwägung ziehen. „Noch aber“, sagte er, „fühle ich mich irgendwie zu jung dafür.“

Für Rathaus-Pressesprecher Wolfgang Heinecker ist die Teilnehme eine Selbstverständlichkeit, stellt die Stadtverwaltung doch ein eigenes Team. Zudem ist er ohnehin meist mit dem Fahrrad unterwegs, sogar im Winter. Dafür hat er sich einen Drahtesel älteren Baujahres mit Spikes ausstatten lassen, sodass selbst bei rutschigem Untergrund die eineinhalb Kilometer zwischen Stadtmitte und Wohninsel Aquarena zu bewältigen sind.

Auch Heinecker treibt das Bewusstsein an, seinem Körper etwas Gutes zu tun: „Es hält fit, und nach der Arbeit bekomme ich den Kopf wieder frei.“ Hinzu kommt eine rein pragmatische Erwägung: „Ich bin zu faul zum Autofahren.“ Ehe er zum Parkplatz gelangte, sei er mit dem auf innerstädtischen Kurzstrecken überlegenen Rad oft schon am Ziel. Und wenn wie demnächst ein geschäftlicher Termin in Aalen anstehe, benötige er statt einer halben eben eine ganze Stunde.

Bis gestern hatten sich in Heidenheim 23 Teams angemeldet. Wie sich Ullmann und Heinecker schlagen, wird an dieser Stelle nachzulesen sein.

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