Heidenheim / Michael Brendel  Uhr
In der Ernst-Degeler-Straße wird der Ruf nach Nachbesserungen an der Umleitungsstrecke laut.

Die meisten Nutzer des Heidenheimer Stadtbussystems bekommen wenig mit von den Veränderungen, die die Sanierung der Bergstraße mit sich bringt. Möglich macht’s die umfangreiche planerische Vorarbeit, in die von der Stadt über den Landkreis bis zur Heidenheimer Verkehrsgesellschaft (HVG) verschiedene Akteure eingebunden waren.

Dennoch zeigt sich in der Praxis, dass der Dreh an einer Vielzahl von Stellschrauben nicht zwangsläufig zu einer alle Betroffenen zufriedenstellenden Lösung führen muss.

Steigung als Hindernis

So brachten mehrere Anwohner der Spitalstraße jetzt in einem an die HVG gerichteten Schreiben ihr Unverständnis darüber zum Ausdruck, dass die Haltestelle an der Ernst-Degeler-Straße bereits im aktuellen Stadium der sich etappenweise Richtung Aquarena bewegenden Arbeiten außer Betrieb gestellt wurde. Altersbedingt und teilweise auf Rollatoren angewiesen, seien sie nicht in der Lage, zu Fuß die neu geschaffene Haltestelle an der Virchowstraße zu erreichen. In der anderen Richtung erschwere das steil ansteigende Gelände die Erreichbarkeit der Innenstadt.

Vorschlag der Unterzeichner: Die Busse sollten zumindest mehrmals täglich in einer Schleife über Virchow-, Ernst-Degeler- und Bergstraße Richtung Aquarena fahren.

Kein Schnellschuss

Ulrich Jocham, stellvertretender Betriebsleiter der HVG, zeigte auf Nachfrage Verständnis für das Anliegen. Allerdings gab er zu bedenken, dass die Vorgaben an das gemeinsam zu erarbeitende Konzept gelautet hätten, kostengünstig zu sein und gleichzeitig die Linien in der vorgegebenen Minutenzahl zu bedienen, um den Takt des Stadtbusverkehrs beibehalten zu können. Ein organisatorischer Schnellschuss sei daher nicht möglich, gleichwohl würde geprüft, ob es Möglichkeiten gebe, die Anregung umzusetzen.