Heidenheim Stadtarchiv: Die digitale Zukunft der Erinnerung

Neuer Mann im Stadtarchiv: Dr. Peter Steinkamp.
Neuer Mann im Stadtarchiv: Dr. Peter Steinkamp. © Foto: hr
Heidenheim / Hendrik Rupp 18.07.2018
Dr. Peter Steinkamp verstärkt nicht nur das Team, sondern kümmert sich auch um die digitale Kommune.

Digitale Verwaltung, Rathäuser ohne Aktenberge – was erst einmal gut und zeitgemäß klingt, hat auch Konsequenzen: Wie sieht ein Stadtarchiv in Zeiten aus, in denen man nichts mehr abheftet, sondern nur noch abspeichert?

Eine Aufgabe, der sich im Heidenheimer Stadtarchiv ein neuer Mitarbeiter widmet: Seit Juni steht Dr. Peter Steinkamp in Vollzeit an der Seite von Teilzeit-Stadtarchivar Dr. Alexander Usler, und das Gedächtnis der digitalen Kommune ist eines seiner größten Zukunftsprojekte.

Das ist Neuland, doch mit Neuland kennt sich Steinkamp gut aus. Der gebürtige Freiburger studierte in seiner Heimatstadt Geschichte, schrieb seine Doktorarbeit über den Missbrauch von Rauschmitteln in der Wehrmacht und war danach in einer ganzen Reihe von Funktionen tätig: Militärarchive und Forschungsprojekte, selbstständige Tätigkeiten und zuletzt Medizingeschichte an der Universität in Ulm, wo der 50-Jährige auch privat wohnt.

Archiv gut nachgefragt

Nun also Heidenheim, und neben den digitalen Themen ist Steinkamp hier auch ganz normal als Archivar tätig. „Für ein so vergleichsweise kleines Archiv gibt es hier wirklich viele Anfragen“, erzählt er – und offen ist der Historiker auch für Projekte bis zur Archivpädagogik mit Schülern. Nebenbei hat Steinkamp auch die Weiterführung der städtischen Chronik übernommen und betreut auch Besucher des Archivs, das seit vergangenem Spätherbst im Neubau der Stadtbibliothek untergebracht ist.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel