Heidenheim Fußballliga fordert mehr Netze – Stadt Heidenheim bezahlt?

Die deutsche Fußballliga fordert mehr Netze hinter den beiden Toren, die Stadt als Stadionbesitzerin bezahlt es.
Die deutsche Fußballliga fordert mehr Netze hinter den beiden Toren, die Stadt als Stadionbesitzerin bezahlt es. © Foto: Archiv Bozler
Heidenheim / Karin Fuchs 27.06.2018
Ungeachtet des geplanten Verkaufs soll der FCH 200.000 Euro Zuschuss für diverse Arbeiten erhalten.

Die großen Beträge für den Ausbau der Voith-Arena zu einem zweitligatauglichen Stadion sind schon lange geflossen. Rund 36 Millionen Euro wurden in die Voith-Arena investiert - 20 Millionen stemmte der FCH. Was jetzt folgt, fällt in den Bereich der Nachbesserungen. Auch in diesem Jahr soll weiter an Kleinigkeiten gefeilt werden, um vor allem die Sicherheitsanforderungen zu optimieren.

Platz für Polizeifahrzeuge

Der FCH hat bei der Stadt einen Zuschussantrag gestellt auf der Grundlage der eingeholten Kostenvoranschläge. Wie vertraglich vereinbart, übernimmt die Stadt alle Kosten für Brandschutz und Sicherheit zu hundert Prozent. Bei anderen Ausbauten werden die Kosten je zur Hälfte aufgeteilt. Unterm Strich beläuft sich der Zuschuss auf rund 200 000 Euro. Entscheiden wird darüber der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Donnerstag.

Zu den größten Brocken mit 35 000 Euro gehört dabei die Ausweitung der Netze im Stehplatzbereich hinter den Toren, also auf der Ost- und Westtribüne, wie sie die Deutsche Fußballliga fordert. Dadurch sollen die Zuschauer vor harten Torschüssen geschützt werden. Mit 44 000 Euro steht die Umfahrung der Voith-Arena auf der Nordwestseite auf der Liste. Die Straße entlang des Business-Clubs und dem angrenzenden Wald ist bereits ausgebaut, nun geht es darum, eine Aufstellfläche für die Polizei-Einsatzfahrzeuge einzurichten. 50 000 Euro sollen in den weiteren Brandschutz im Stadion und auf dem Trainingsgelände investiert werden.

Die weiteren Investitionen beziehen sich auf die Ausweitung der Kameratechnik, Fluchttreppen, einen Sichtschutz am Gästeblock, einen Sonnenschutz für Rollstuhlfahrer, für die Elektro-Anbindung der Mannschaftsbereiche und Arbeitsplätze im Jugendbereich.

635 000 Euro zahlt der FCH

Zusätzlich zu diesen Nachbesserungen will der FCH in die Trainingsflächen, den Kioskbetrieb sowie in das WLAN und andere Infrastruktur rund 635 000 Euro investieren. Dafür, so heißt es in der Vorlage für den Gemeinderat, sei keine Beteiligung der Stadt vorgesehen.

Unabhängig davon gibt es einen neuen Anlauf der Stadt, das Stadion an den FCH zu verkaufen. Der Kaufvertrag soll an einem Wertgutachten orientiert sein, das die Stadtverwaltung für das Stadion in Auftrag gegeben hat. Noch vor der politischen Sommerpause soll der Beschluss erfolgen.

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