Entwicklung Soziale Stadt: Die millionenschwere Sanierung geht weiter

Teilstück der Fritz-Schneider-Straße: Am Montag rücken die Tiefbauer an.
Teilstück der Fritz-Schneider-Straße: Am Montag rücken die Tiefbauer an. © Foto: Jennifer Räpple
Heidenheim / ERWIN BACHMANN 05.04.2013
Ein Stadtteil verändert sein Gesicht. Neue Konturen zeichnen sich an der westlichen Einfallspforte zu Heidenheims City ab, wo nun ein millionenschweres Straßensanierungs-Programm fortgesetzt wird - über- und unterirdisch.

Bereits im Jahre 2007 hatte das für das Sanierungsgebiet Soziale Stadt Wilhelm-/Kastorstraße aufgelegte Entwicklungskonzept für Morgenröte gesorgt. Und seitdem geht in Heidenheims Westen tatsächlich die Sonne auf, hat der dort angesetzte Hebel der Stadtentwicklung doch schon für manche sichtbaren Veränderungen gesorgt. Am deutlichsten fällt die an so manchen Ecken und Enden der Weststadt vorgenommene Runderneuerung des öffentlichen Straßenbildes ins Auge – eine auch und gerade von Anwohnern als Aufwertung ihres Wohnquartiers empfundene Maßnahme, mischt sich doch ein Hauch von Großzügigkeit in die eher kleinteilig geprägte Gebietsstruktur.

Südlich der Chlichystraße geht es weiter

Von den reichlich fließenden Sanierungsmitteln hat man bereits beiderseits der Hauptverkehrsachsen profitiert. Jetzt geht es südlich der Clichystraße weiter, wo ab Montag kommender Woche mit der Erneuerung des Abschnitts „Wiesenstraße-Ost und Fritz-Schneider-Straße“ begonnen wird. Der Start dieser Tiefbauarbeiten am Abwasser-, Strom- und Wassernetz erfolgt zwischen der Jäger- und Fritz-Schneider-Straße, wozu der östliche Teil der Wiesenstraße für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt werden muss. „Die Zufahrt für die Anlieger wird so gut wie möglich aufrecht erhalten,“ verspricht Stadt-Sprecherin Birgit Baumann, die die Kosten dieser Straßenbaumaßnahme auf rund 280 000 Euro und die mit dem Kanalbau verbundenen Aufwendungen auf 180 000 Euro beziffert.

Die Beträge summieren sich. Allein zwischen 2011 und dem laufenden Jahr hat die Stadt nach Angaben von Bauamtsleiter Gerhard Horlacher um die 4,26 Millionen Euro in die Hand genommen, um dem vom Rad der Zeit überrollten Straßenbild wieder auf die Beine zu helfen. Der größte Teil floss in die Gegend nördlich der Wilhelmstraße, wo zunächst der Kastorstraße und dann der fast 500 Meter langen Felsenstraße ein neues Outfit gegeben worden ist. Im gegenüberliegenden Quartier war bereits 2008 in die Jägerstraße, 2012 dann in die Werner-Walz-Straße sowie in den westlichen Teil der Wiesenstraße investiert worden.

Auch das Parken wurde neu strukturiert

Bei all diesen und noch kommenden Baustellen geht es im Wortsinn drunter und drüber, weil im Rahmen des Komplettausbaus auch alle Versorgungsleitungen gelegt, die Straßenbeleuchtung erneuert, Bäume und anderes Grünzeug gepflanzt werden. Auch das Parken wurde neu strukturiert, ohne dass das Angebot beschnitten wurde, wie man im Rathaus sagt: Teilweise gebe es sogar mehr Parkplätze.