Heidenheim Sonderführungen: „Das römische Heidenheim“

Dienstzeugnis der ältesten namentlich bekannten „Heidenheimer“.
Dienstzeugnis der ältesten namentlich bekannten „Heidenheimer“. © Foto: Karl-Eugen Siegel
Heidenheim / pm 22.08.2018
Im Museum im Römerbad dreht sich alles um das alte Europa.

Am Sonntag, 9. September, gibt es im Museum im Römerbad zwei Sonderführungen unter dem Titel „Aquileia – Das römische Heidenheim in europäischer Perspektive“.

Anlass ist der bundesweite Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr ganz im Zeichen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 steht. Museumsleiter Gereon Balle wird mit „Europa: Austausch und Bewegung“ eines der Leitthemen des Kulturerbejahres aufgreifen, das die europäischen Handelsrouten und Kulturwege in den Mittelpunkt stellt.

Anhand ausgewählter archäologischer Funde, von denen einige zum ersten Mal präsentiert werden, lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar machen, dass auch Aquileia, das römische Heidenheim, Teil eines weiten Netzes vielfältiger Beziehungen mit einem hohen Maß an Mobilität und Multikulturalität gewesen ist. So wird an diesem Sonntag ein ehernes Dienstzeugnis der ältesten namentlich bekannten „Heidenheimer“ gezeigt: Erstmals präsentiert das Museum im Römerbad das Fragment einer antiken Urkunde aus dem Jahre 157 n. Chr., das zwei Angehörige eines in Aquileia stationierten Reiterregiments der römischen Armee nennt.

Der jahrhundertelange Austausch von Waren und Gütern innerhalb des Römischen Reiches prägt bis heute die Identität vieler Orte in Europa und bildet einen Teil des gemeinsamen kulturellen Erbes; ein verbindendes Element auch für Heidenheim und seine Partnerstädte. Die Entdeckerführungen, die auch für Schulkinder geeignet sind, werden um 11.15 Uhr und um 15 Uhr angeboten. pm

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