Heidenheim Draufgeblickt (34): Seit 1977 sind 7 Sportplätze entstanden

Heidenheim / Sandra Gallbronner 10.09.2018
In den Heeräckern auf dem Heidenheimer Schlossberg entstanden nach und nach Trainingsplätze für Fußballer, Baseballer und Hockeyspieler.

Wie aus dem Bilderbuch erscheint die Sportanlage in den Heeräckern in Heidenheim. Auf einer Strecke von knapp 600 Metern reiht sich sauber in einer Linie ein Sportfeld an das andere. Sieben sind es mittlerweile an der Zahl. Darunter fünf Fußballplätze für die Spieler des 1. FC Heidenheim, ein Hockeyplatz, der von den HSB-Hockeyspielern genutzt wird, sowie der Baseballplatz der Heideköpfe, die ebenfalls beim HSB angesiedelt sind.

Die Geschichte der Sportstätte geht bis in die 60er Jahre zurück. 1963 hat die Stadt Heidenheim vom Land die Grundstücke in den Heeräckern auf dem Heidenheimer Schlossberg erworben. Zehn Jahre später wurde das Albstadion, Vorgänger der Voith-Arena, in Betrieb genommen.

1977 wurde im östlichen Bereich der Heeräcker das erste Sportfeld angelegt: ein Rasenplatz. „Mitte der 90er Jahre wurde dieser Platz in einen Kunstrasenplatz umgewandelt“, weiß Wolfgang Heinecker, Pressesprecher der Stadt Heidenheim. Zudem wurde ein Rasen-Trainingsplatz gebaut. Die Anlagen wurden vom Schulsport, von den Fußballern des HSB, AC Milan sowie Türkspor genutzt. Heute trainieren FCH-Spieler aller Altersklassen auf den beiden östlichsten Feldern.

Im Zuge des „Hockey-Booms“, der 1985 in Heidenheim ausbrach, kam ein drittes Feld, der Hockeyplatz, hinzu. Noch im selben Jahr wurde dieser vom damaligen Oberbürgermeister Martin Hornung an den HSB übergeben.

Erst 15 Jahre später entstand Feld Nummer vier: der Baseballplatz der Heidenheim Heideköpfe. Denn unter Oberbürgermeister Bernhard Ilg erfolgte 2000 eine „partielle Fortschreibung des Sportstättenleitplans“. Die Anlage – auch die der Hockeyspieler – betreibt die Stadt Heidenheim.

Platzmangel beim FCH

Mit dem Aufstieg des FCH in die dritte Liga 2009 und des Ausbaus des Albstadions zur Voith-Arena kamen in den Heeräckern ein Rasen- sowie Kunstrasenplatz hinzu. „Wir haben bessere Trainingsmöglichkeiten gebraucht, insbesondere für den Winter. Der Kunstrasen ist beheizt“, so FCH-Pressesprecher Markus Gamm. Der vorerst letzte Trainingsplatz, Feld Nummer sieben, wurde Anfang diesen Jahres gebaut. Dort trainieren die FCH-Profis.

Dennoch reicht den Fußballern der Platz vor allem während der Haupttrainingszeitgen nicht aus, wie Gamm erklärt. „Bei 17 Mannschaften zuzüglich DFB-Stützpunkt erklärt sich das von selbst“, so Gamm.

Stadion und Trainingsplätze wechseln den Besitzer

Eine Jahrespacht von rund 2900 Euro hatte der FCH bisher für die Voith-Arena und die fünf Trainingsplätze an deren Besitzer, die Stadt Heidenheim, bezahlt. Für einen Zweitligisten ein Schnäppchen. Denn die Pachtdauer war bereits 2009 auf 25 Jahre festgelegt worden. Oberbürgermeister Bernhard Ilg gab zu, nicht mit dem raschen Aufstieg des FCH gerechnet zu haben.

Vor wenigen Wochen beschloss der Heidenheimer Gemeinderat, Stadion und Trainingsgelände an den Zweitligisten zu verkaufen. Einen Kaufvertrag gibt es voraussichtlich frühestens Ende des Jahres.

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