Immer wieder gibt es Unfälle, bei denen Fahrradfahrer auf der Straße umkommen, weil Lkw-Fahrer sie während des Abbiegens nach rechts im „toten Winkel“ übersehen.

Experten zufolge können Verkehrstote durch Abbiegen mit Assistenzsystemen leicht verhindert werden: Die Systeme erkennen Radfahrer und Fußgänger im toten Winkel rechtzeitig und warnen den Lkw-Fahrer.

Die Stadt Heidenheim zählt nun zu den ersten acht Kommunen in Deutschland, die ihre schweren Lastwagen freiwillig mit einem Abbiegeassistenten ausstatten.

Für die Teilnahme an der „Aktion Abbiegeassistent“ überreichte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) im Bundesverkehrsministerium eine Anerkennungsurkunde an Benjamin Beck. Er ist der Geschäftsbereichsleiter bei den Städtischen Betrieben.

„Heidenheim ist die erste Stadt, die gleich mal einen Lastwagen auf eigene Kosten ausgestattet hat“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. In der nächsten Zeit würden alle Lastwagen im Fuhrpark nachgerüstet. Neue Fahrzeuge werden nur noch mit Abbiegeassistent bestellt. Für diese Investitionen hat das Ministerium eine Förderung in Höhe von 80 Prozent der Kosten zugesagt.

Oberbürgermeister Ilg sieht Heidenheim als Vorbild

Die meisten Städte, die von Anfang an mitmachen, betreiben auch die Müllabfuhr und sind mit ihren Lastwagen besonders auf diese technische Unterstützung angewiesen. Oberbürgermeister Bernhard Ilg sieht die Stadt Heidenheim vor allem in einer Rolle als Vorbild. Solche Motive spielen auch bei den Unternehmen aus der privaten Wirtschaft eine wichtige Rolle, die die Sicherheitspartnerschaft mit dem Verkehrsministerium eingegangen sind.

Wie funktionieren Abbiegeassistenten?

Abbiegende Lkw sind für Fußgänger und Fahrradfahrer eine große Gefahr, es kommt immer wieder zu tödlichen Unfällen: Wenn ein Laster abbiegt und sich daneben Fußgänger oder Radler befinden, die geradeaus fsahren oder gehen wollen, können sie sich im toten Winkel befinden. Das heißt: Der Fahrer sieht sie nicht.

Der Abbiegeassistent scannt den toten Winkel und warnt den Fahrer optisch und akustisch, wenn sich jemand im Erfassungsbereich befindet. Der Fahrer kann auch mittels eines Monitors den toten Winkel einsehen.

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