Heidenheim / Patrick Vetter Nach der ersten Rechnung waren am Samstag rund 2000 Besucher bei der Heidenheimer Musiknacht.

„Dass bei diesem Wetter so viele Besucher in der Stadt unterwegs waren, das konnte ich einfach nicht glauben“, freut sich Frank Ockert, Koordinator der Heidenheimer Musiknacht, auch am Tag danach noch. „Als ich die Wolken und den Regen gesehen habe, dachte ich, die Leute bleiben zu Hause“, schildert er seine Befürchtungen. „Auch was vor der eigentlichen Musiknacht in der Fußgängerzone bei den Foodtrucks schon abging, war abartig“, bilanziert Ockert die Besucherzahlen in der Fußgängerzone. Als der Regen begann und das Opening von „Cold Shot“ abgebrochen werden musste, hätten sich die Leute kurz untergestellt. „Dann kamen sie wieder von überall wie Ameisen“, verdeutlicht er.

Am Samstag gab es in der ganzen Heidenheimer Innenstadt Livemusik von Country bis Metal. Das Event war regnerisch, aber gut besucht.

Im Vorverkauf seien dieses Jahr mehr Karten veräußert worden als 2018. Rechnet man die Karten der Abendkasse dazu, kommt man laut Ockert auf rund 2000 Besucher für die diesjährige Musiknacht. „Wir hatten aber auch ein gutes Programm. Viele Künstler haben einen weiten Weg auf sich genommen“, hebt er hervor. Die Musiker von „Leeeza“ kommen beispielsweise aus Balingen, Betty Sue Miller ist aus Karlsruhe angereist und „Tonwerk“ ist in Ravensburg zu Hause.

Einen persönlichen Favoriten habe Ockert aber nicht. Er organisiert die Musiknächte in Heidenheim seit 2016. Die Verbindung mit der „Street Food Fiesta“ habe gut funktioniert. „Ab 21 Uhr gab es keine Getränke mehr bei den Foodtrucks. Dann mussten die Leute in die Kneipen zum Trinken“, erklärt Ockert. Das sei wichtig, denn die Musiknacht lebe von den Getränkeeinnahmen.

Nur eine Sache ist für den Koordinator des Events nicht ganz perfekt gelaufen. Aufgrund des schlechten Wetters seien viele Besucher in nur einem Lokal geblieben oder sind nur in die Veranstaltungsorte in der Nachbarschaft weitergezogen. „Da soll es nächstes Jahr eine Lösung geben. Wir wollen Shuttlebusse anbieten, die die einzelnen Locations leichter erreichbar machen“, erklärt Ockert. den Plan. Mit drei oder vier Haltestellen sollen die Kneipen im Norden der Stadt, also „Felsen“ und „Zollamt“, mit der Fußgängerzone und „Tinas Bar“ und dem „Bistro am Flügel“ im Süden der Innenstadt verbunden werden. So muss niemand im Regen die ganze Strecke laufen und es verpasst auch keiner mehr einen Auftritt, nur weil der Weg zu weit erscheint. Die Musiknacht 2020 soll wieder im Mai stattfinden.

Bildergalerie Heidenheimer Musiknacht 2019