Schnaitheim Seltene historische Schätze in der Michaelskirche Schnaitheim

Die Michaelskirche in Schnaitheim ist etwas ganz Besonderes.
Die Michaelskirche in Schnaitheim ist etwas ganz Besonderes. © Foto: Arthur Penk
Schnaitheim / pm 17.07.2018
Vor 50 Jahren kamen neue Glocken nach Schnaitheim. Sowohl die Glocken als auch die Orgel in der Michaelskirche sind etwas Besonderes.

Vor 50 Jahren, im Juli 1968, wurden drei der vier Michaelskirchenglocken neu beschafft, im Glockenstuhl eingebaut und geweiht. Somit erhielt die damals fast 500 Jahre ältere große Glocke von 1484 drei ebenbürtige Schwestern. Zu vielen Anlässen tun sie allein oder gemeinsam ihren wohlklingenden Dienst.

Reportage über die Glocken in der Michaelskirche

Aus diesem Anlass gibt Leonhard Walz am Samstag, 22. Juli, ab 17 Uhr in der Michaelskirche ein Orgelkonzert. Zwei Carillons stehen im Mittelpunkt des Konzerts: „Glockenspiel Nr. 2“ von Joseph Marie Erb und „Carillon de Westminster“ von Louis Vierne. Vierne hat die Big-Ben-Melodie nach einem Englandbesuch im Jahr 1924 verarbeitet und die Komposition dem Londoner Orgelbauer Willis gewidmet.

Reportage über die Orgel in der Michaelskirche

Leonhard Walz, der nach Chemiestudium und Promotion Orgelstudien in Toulouse genossen hat, ist in seinen Konzerten gerne der französischen Orgelmusik verpflichtet. So interpretiert er aus dem Oeuvre eines weiteren Jubilars, dem vor 350 Jahren geborenen François Couperin, aus dessen „Messe à l'usage des couvents“ mehrere Couplets.

Einer Spekulation des Organisten und Musikwissenschaftlers Hans Klotz (1900 - 1987) folgend, fügt Leonhard Walz eine Fantasia Couperins zwischen Toccata und Fuge F-Dur von Johann Sebastian Bach ein. Klotz war der Meinung, dass Bach dieses Trio (BWV 587) als Verbindungsglied eigens dafür bearbeitet habe.

Der Eintritt ist frei, die Besucher sitzen auf der südliche Empore der Kirche, von wo aus der Organist sichtbar ist.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel