Natur Seltene Arten sollen profitieren: Streuwiese in Aufhausen wird vom Nabu aufgewertet

Die Brünneleswiesen in Schnaitheim liegen direkt an den Bahngleisen.
Die Brünneleswiesen in Schnaitheim liegen direkt an den Bahngleisen. © Foto: privat
Heidenheim / hz 25.10.2017
Der Naturschutzbund (Nabu) startet aktuell die Aufwertung einer seit Jahren von der Gruppe betreuten Streuwiese an der Bahnlinie in Aufhausen.

In der Feuchtwiese sind seltene Pflanzenarten wie die Sibirische Schwertlilie oder die Trollblume heimisch. Ebenso kommen die beiden seltenen Schlangenarten Schling- und Ringelnatter sowie verschiedene Insekten und Amphibien vor. Ziel des Nabu-Projekts ist es, das Gebiet weiter aufzuwerten.

Finanziell unterstützt wird die Maßnahme durch das gemeinsame Förderprogramm „Impulse durch Vielfalt“ von EnBW und Landesanstalt für Umwelt (LUBW), einem Beitrag der Stadt Heidenheim und aus Eigenmitteln der Nabu-Gruppe Heidenheim.

Schafbeweidung geplant

In den nächsten Tagen werden Gräben teilweise entschlammt und der Teich im Gebiet deutlich abgeflacht und damit vergrößert. Außerdem werden mehrere Seggen-Binsenbestände gemäht, die künftig durch Schafe zeitweise beweidet werden sollen. Eine dritte Maßnahme betrifft die Verschmälerung der Hecken, die zunehmend die Streuwiese bedrängen. Die Hecken werden teilweise gerodet und danach die Wurzelstöcke entfernt.

Markus Schmid vom Nabu: „ Für den Laien sehen die Arbeiten anfangs sicherlich brutal aus, aber nach Abschluss des Pflegeeinsatzes werden die Pflanzen- und Tierarten des Gebietes profitieren.“ Der Umbau wird durch den auf diesem Gebiet erfahrenen Landschaftspflegeunternehmer Ulrich Kastler durchgesetzt.

Da die Streuwiese Teil des Naturschutzgebietes „Brünneleswiesen“ ist, wurde das Naturschutzprojekt auch mit dem Regierungspräsidium Stuttgart abgestimmt und von dort genehmigt. Zudem sprach der Nabu auch mit dem Landschaftserhaltungsverband und der Stadt, um Unstimmigkeiten vorzubeugen.