Heidenheim Unerwartetes Gewitter beendete am Freitag „Nabucco“

Und dann kam der Regen: Die Besucher flüchten am Freitag vor der Gewitterfront aus dem Rittersaal.
Und dann kam der Regen: Die Besucher flüchten am Freitag vor der Gewitterfront aus dem Rittersaal. © Foto: Screenshot
Heidenheim / Manfred F. Kubiak 09.07.2018
Ein unerwartetes Gewitter beendete am Freitag „Nabucco“, ehe dieser überhaupt beginnen konnte.

Das Verhängnis kam aus Nordwest und bescherte den Opernfestspielen einen schwarzen Freitag. Erstmals in der über 50-jährigen Geschichte des Festivals fiel eine Vorstellung aus.

Und niemand hatte damit gerechnet, denn die Wettervorhersagen waren gut gewesen. Bis um 19.30 Uhr ein Anruf des Deutschen Wetterdienstes aus Frankfurt für Aufregung hinter den Kulissen sorgte. Über Abtsgmünd, so lautete die Nachricht für den Festspielbetriebsleiter Oliver von Fürich, habe sich ein Regengebiet gebildet, das Heidenheim streifen könne. Es könnten ein paar Tropfen über dem Rittersaal herunterkommen.

Damit hätte man noch umgehen können. Kulturamtsleiter Matthias Jochner informierte die Besucher, die Museen auf dem Schlossberg wurden für den Fall der Fälle als Unterstände geöffnet. Doch dann der nächste Anruf aus Frankfurt: Die Regenfront habe plötzlich und unerwartet gedreht, kommen nun direkt auf Heidenheim zu, werde um 20 Uhr vor Ort sein und sich dort bis zu einer Stunde ausregnen.

Damit war klar, dass im mit 860 Besuchern ausverkauften Rittersaal nicht gespielt werden kann. Matthias Jochner: „Wir haben noch kurz überlegt, ob wir eine konzertante Version im CC anbieten, aber das wäre letztendlich wahrscheinlich zu chaotisch geworden.“

Regenfront dreht unerwartet

Da ein kompletter Umzug der Produktion mindestens zwei Stunden in Anspruch genommen hätte, entschied man sich schweren Herzens für die Absage, die Matthias Jochner den Besuchern anschließend erklären musste. Und dann war der Regen auch schon da. „Selbstverständlich sind wir zutiefst unglücklich damit, wie es gelaufen ist“, sagt Jochner. „Aber das Wetter wird offenbar selbst für die Profis immer unberechenbarer.“

Die Kosten für die Eintrittskarten der abgesagten Vorstellung werden zurückerstattet; entweder über die Tourist-Information im Elmar-Doch-Haus oder indem man einen Brief mit Karte und Bankverbindung an die Opernfestspiele sendet.

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