Heidenheim Bakterien: Ist das Wasser im Osterholz unbedenklich?

Keine Umbauarbeiten, sondern Vorsichtsmaßnahmen: Die Schüler im Werkgymnasium sollen im Moment kein Wasser aus dem Spender oder dem Wasserhahn trinken.
Keine Umbauarbeiten, sondern Vorsichtsmaßnahmen: Die Schüler im Werkgymnasium sollen im Moment kein Wasser aus dem Spender oder dem Wasserhahn trinken. © Foto: Christian Thumm
Heidenheim / Karin Fuchs 21.06.2018
Am Werkgymnasium bleibt der Wasserspender vorerst geschlossen. Dort waren coliforme Bakterien nachgewiesen worden. Mittlerweile ist das Wasser aber wieder einwandfrei.

Die Schüler des Werkgymnasiums dürfen momentan kein Wasser aus dem Wasserhahn trinken. Auch der Trinkwasserbrunnen, aus dem die Kinder sich gratis bedienen dürfen, wurde abgedeckt. Das sind Vorsichtsmaßnahmen, die das Gesundheitsamt angeordnet hat, nachdem bei einer Routineuntersuchung im Kindergarten St. Margaretha einige Straßen weiter Kolibakterien nachgewiesen wurden. Diese Bakterien können Durchfallerkrankungen auslösen.

Der Kindergarten ist bis Freitag geschlossen. Weil im Werkgymnasium die Verschmutzung viel geringer gewesen und nur an einer Zapfstelle nachgewiesen worden sei, sei eine Schließung nicht notwendig, so die Auskunft vonseiten der Stadt.

Gesundheitsamt lässt den Wasserspender schließen

Schulleiter Werner Schölzel war gestern früh dennoch überrascht, als der Hausmeister ihn informierte, dass Mitarbeiter des Gesundheitsamtes nicht nur Proben ziehen, sondern auch anordnen, den Trinkwasserbrunnen zu schließen. „Gerade bei der Hitze ist das schlecht“, meint er. Gestern nachmittag habe er erfahren, dass die Proben negativ ausgefallen seien, das heißt, das Wasser ist in Ordnung.

Dennoch bleibt das Leitungswasser-Verbot vorsichtshalber bestehen. Erst wenn eine dritte Probe unbedenklich ist, wird der Brunnen wieder geöffnet. Im Werkgymnasium rechnet man damit ab Freitag nachmittag.

Stadt stellt Sprudelkästen bereit

Angesichts der Hitze und der langen Schultage am Werkgymnasium bis 16 Uhr hat die Stadt schnell reagiert. Sie versorgt die Schule mit Sprudelkästen, aus denen sich die Schüler bedienen dürfen.

Gesamtes Wassernetz ist unbedenkich

Entwarnung geben die Stadtwerke für die Anwohner: Das Wasser sei einwandfrei. Und das nicht nur im Osterholz, wo nach positiven Ergebnissen das gesamte Netz gespült wurde, sondern im gesamten Stadtgebiet, wo es gar keine Verunreinigung gegeben habe. Das haben Proben vom Montag ergeben.

Über die Pumpwerke Aufhausen, Schmittenberg und Mergelstetten versorgen die Stadtwerke Heidenheim mit Trinkwasser: Die Wasserzone Osterholz sei hydraulisch vom restlichen Trinkwassernetz getrennt.

Das Wasser wird laut Angaben der Stadtwerke ständig überwacht: Wöchentlich würden Proben an den Pumpwerken sowie an ausgewählten Stellen im Netz entnommen, abgestimmt auch mit dem Gesundheitsamt. Diese werden im Labor der Landeswasserversorgung in Langenau untersucht.

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