Heidenheim Wann kommt schnelleres Internet fürs Gewerbe?

Das Gewerbegebiet Tieräcker steht ganz oben auf der Liste der Areale, die möglichst schnell Breitband erhalten sollen.
Das Gewerbegebiet Tieräcker steht ganz oben auf der Liste der Areale, die möglichst schnell Breitband erhalten sollen. © Foto: Sabrina Balzer
Heidenheim / Andreas Uitz 10.01.2019
In den kommenden Jahren will die Stadt etliche Gewerbegebiete mit Glasfaser-Verbindungen ausstatten. Die Arbeiten sollen schon bald beginnen und kosten mehr als fünf Millionen Euro.

Möglichst schnelle Internetverbindungen zu haben, ist für Privatleute etwas Angenehmes. Für Unternehmen kann es hingegen lebenswichtig sein im Konkurrenzkampf. Deshalb ist die digitale Infrastruktur, die eine Stadt zu bieten hat, auch ein wesentlicher Standortfaktor.

Aus diesem Grund verfolgt die Stadt Heidenheim auch weiterhin das Ziel, die Gewerbegebiete mit Glasfaser ans Internet anzubinden. Doch kann sie lediglich die Voraussetzungen dafür schaffen, für den Ausbau ist die Verwaltung auf Partner angewiesen: den Landkreis und die anderen Kommunen.

Zusammenarbeit mit dem Kreis

Denn im Breitbandplan des Kreises ist auch dieses Vorhaben enthalten. Für die interkommunale Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden des Landkreises und der Gemeinde Böhmenkirch wurden beim Land Zuschüsse beantragt und im vergangenen Juli in Höhe von 1,8 Millionen Euro zugesagt.

In Heidenheim liegt der Fokus beim Breitbandausbau in den Gewerbegebieten Brühlwiesen (Aufhausen), Königsbronner Straße (Schnaitheim), Mittelfeld (Oggenhausen), Stäffeleswiesen (Mergelstetten), Steinheimer Straße, Talstraße und Tieräcker. Und auch der nördliche und der südliche Teil des WCM-Areals soll mit Breitband versorgt werden, ist doch hier der DH-Campus geplant.

Die Netzinfrastruktur für den Breitbandausbau wurde gemeinsam mit dem Landkreis im Bündel ausgeschrieben. Erst seit Dezember steht der künftige Betreiber und Pächter des Netzes fest: Die Net-Com BW, eine Tochter der EnBW hat vom Verwaltungsausschuss des Kreistags den Zuschlag erhalten. Im Haushaltsplan der Stadt sind – verteilt auf mehrere Jahre – bereits Mittel für den Netzausbau eingeplant. Insgesamt 5,1 Millionen Euro sind unter anderem dafür vorgesehen, Leerrohre in den entsprechenden Gebieten zu verlegen, in die der Betreiber später seine Leitungen einziehen kann.

Beginn auf dem WCM-Areal

Beginnen sollen die Bauarbeiten im Bereich des nördlichen WCM-Areals, weil dort ohnehin Tiefbauarbeiten erforderlich sind, um den Außenbereich für die Gemeinschaftsschule, die Mensa, die Zukunftsakademie, die neue Kita und das Techno-Lab zu bauen. In weiteren Schritten sollen dann die Tieräcker, die Königsbronner Straße und die Brühlwiesen folgen.

Nachdem der Betreiber des Netzes feststeht, muss die Stadt mit diesem in Verhandlungen treten. Denn die Ausschreibung lief im Bündel zwar kreisweit, doch für den Ausbau vor Ort ist jede Kommune selbst verantwortlich. Bei den Gesprächen mit dem Pächter muss die Stadt natürlich auch auf die Bedürfnisse des Betreibers und vor allen Dingen der Betriebe in den Gewerbegebieten Rücksicht nehmen.

Derzeit ist nach Angaben des städtischen Pressesprechers Wolfgang Heinecker vorgesehen, die Vergaben für den entsprechenden Tiefbau für die Tieräcker und beide Bereiche des WCM-Areals bei der nächsten Sitzung des Gemeinderats in der übernächsten Woche zu beschließen.

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