Sanierungsgebiet Hagen Schnaitheimer Hagen: Bis Ende des Sommers Entwürfe für den Bahnsteg

Oberbürgermeister Bernhard Ilg und der Leiter des städtischen Fachbereichs Bauen, Gerhard Horlacher (rechts) machten sich ein Bild von den Bauarbeiten im Hagen und begutachteten den Fußgängersteg.
Oberbürgermeister Bernhard Ilg und der Leiter des städtischen Fachbereichs Bauen, Gerhard Horlacher (rechts) machten sich ein Bild von den Bauarbeiten im Hagen und begutachteten den Fußgängersteg. © Foto: Andreas Uitz
Heidenheim / Andreas Uitz 11.08.2017
In der Schnaitheimer Fabrikstraße sind die Bauarbeiten schon fortgeschritten. Ein neuer Bahnsteg wird derzeit geplant.

Aufwendig waren die Planungen für die Stadtverwaltung schon im Vorfeld der Sanierung der Fabrikstraße im Schnaitheimer Hagen. Denn als bekannt wurde, wie eine der schlechtesten Straßen im gesamten Stadtgebiet umgebaut werden soll, waren einige Anwohner alles andere als begeistert, und so passte man im Rathaus die Planungen eben an.

Kaufbemühungen gescheitert

Doch schon seit April laufen die Bauarbeiten. In deren Verlauf wird nicht nur ein komplett neuer Entwässerungskanal eingebaut, es werden auch die Wasserhauptleitungen und Gasleitungen erneuert und neue Stromkabel verlegt.

„In den bisherigen Sanierungsgebieten hat es sich bewährt, wenn die Stadt mit etwas Sichtbarem beginnt“ sagte Oberbürgermeister Bernhard Ilg bei einer Vor-Ort-Besichtigung. Wenn die Anwohner sehen könnten, dass etwas passiert, stünden sie den Sanierungsbemühungen oftmals offener gegenüber. „Die Fabrikstraße verfolgt mich schon immer“, so der Leiter des Fachbereichs Bauen, Gerhard Horlacher.

Mit der Sanierung könne man zeigen, wie das Viertel aussehen könnte, in dem es nach wie vor viele kleine Privatstraßen gibt. „Bisher sind viele unserer Bemühungen, diese in städtischen Besitz zu bringen, gescheitert“, so Ilg.

Nicht nur die Verhandlungen, sind eine Herausforderung, auch die bautechnische Seite hat es Horlacher zufolge in sich. „Wir fahren hier ein Vollausbau-Programm bis hin zur neuen Straßenbeleuchtung mit LED.“ Zwar sei nicht alles nach Plan gelaufen, aber jetzt funktioniere der Neubau der Straße gut.

Im Sanierungsgebiet liegt auch die frühere Zigarrenfabrik Schäfer, die die Stadt seit Jahren zu kaufen versucht. „Es herrschte eine Weile Stillstand, aber derzeit sind wir wieder im Gespräch mit dem Eigentümer“, so Ilg.

Bewegung gibt es auch was die Planung eines neuen Fußgängerstegs beim Bahnhof betrifft, der den Hagen mit dem Schnaitheimer Ortskern verbindet und zudem zu Gleis 2 führt. Dieses Bauwerk ist so marode, dass es ersetzt werden muss, weil lose Teile auf die Bahngleise fallen könnten.

Noch im August wird dem OB zufolge ein Netz an der Brücke angebracht, um dies zu verhindern. Zudem muss das Bauwerk alle sechs Wochen von einem Ingenieur unter die Lupe genommen und überprüft werden. „Wir hoffen, dass wir den Steg noch bis Ende des Jahres halten könnten, damit er von den Fußgängern benutzt werden kann“, so Ilg.

Derweil laufen die Planungen für einen Ersatzsteg. Mit einem Planungsbüro werden aktuell Entwürfe erarbeitete, die dann mit den Anwohnern in Schnaitheim besprochen werden. Ilg geht davon aus, dass die Entwürfe bis zum Ende der Sommerferien vorliegen und dann vorgestellt werden können. Im Oktober könnte dann eine Beschlussfassung durch den Technik- und Umweltausschuss des Gemeinderats erfolgen.

Doch das bedeutet noch lange nicht, dass der neue Steg auch schnell gebaut wird. „Die Genehmigungsverfahren bei der Bahn sind sehr aufwendig, da es ja den Schienenverkehr betrifft“, erklärt Ilg. Um diese etwas zu verkürzen ist derzeit nicht angedacht, denn neuen Steg in seinem Querschnitt zu verändern, „sonst würde alles noch länger dauern“, so der OB.

Einige Bewohner des Wohngebiets Hagen in Schnaitheim stellen wir auf den folgenden beiden Seiten vor.