Wirtefest Schloss Hellenstein wird zur Großküche umfunktioniert

So wünschen es sich die Wirte: Vollbesetzter Rittersaal auf Schloss Hellenstein (hier im Vorjahr) bei abwechslungsreicher Speisekarte.
So wünschen es sich die Wirte: Vollbesetzter Rittersaal auf Schloss Hellenstein (hier im Vorjahr) bei abwechslungsreicher Speisekarte. © Foto: Foto: räp
Silja Kummer 22.08.2012
Hoch über der Stadt wird zum kulinarischen Feiern eingeladen: Der Wirtekreis veranstaltet zum 15. Mal das Wirtefest auf Schloss Hellenstein und hat sich damit längst einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Brenztalmetropole erobert.

Die Organisation ist wirklich kein Klacks: Sieben Profiköche bieten 49 verschiedene Gerichte an, und das auf einem Gelände ohne jegliche Infrastruktur. Damit Schloss Hellenstein zur Großküche werden kann, müssen 1000 Meter Wasserschläuche, 1500 Meter Elektrokabel und 500 Meter Lichterketten installiert werden. Nach 15 Jahren haben die Wirte aber auch eine gewisse Routine entwickelt:„Beim ersten Wirtefest 1998 hat es am Freitag und Samstag geregnet. Am Sonntag kamen tausende von Menschen. Im Nachhinein war das gut so, sonst wäre uns das Essen ausgegangen“, scherzt Hans-Peter Neher. Der frühere Wirt des Gasthauses Grüner Baum kocht zwar nicht mehr selbst, unterstützt die Kollegen aber mit der Organisation des kompletten Getränkeangebots während des Festes.

Waren anfangs noch zehn Wirte auf dem Schloss vertreten, sind es heute nur noch sieben,„wir sind aber durchaus für neue Mitglieder offen“, sagt Neher. Allerdings: Nur einen Stand beim Wirtefest zu machen, reiche eben nicht, auch das Jahrüber verlangt der Wirtekreis das Engagement bei gemeinsamen Angeboten und Werbeaktionen.

„Wir sind zu einer Institution geworden“, sagt Frank Widmann vom„Löwen“ in Zang. Zwar hoffe man in jedem Jahr auf gutes Wetter,„nach 15 Jahren sieht man das aber relaxter: Es gibt eben gute und schlechte Jahre.“ Dass die Veranstaltung aber ein Aushängeschild der Stadt ist, dessen ist sich Widmann sicher:„Viele auswärtige Gäste sagen: Wenn es so etwas nur bei uns auch gäbe“, berichtet er. Auf der Speisekarte gibt es wieder viel Auswahl, die Besucher können sich selbst ihr Menü zusammenstellen, von Fisch über Rostbraten bis zu Spare-Ribs, von den Pfifferlingen bis zum Strauß-Filet, den Kutteln und leckeren Desserts wird Vielfalt geboten.

„Von Anfang an basteln wir an einem Cocktail-Angebot“, erzählt Widmann, eine ideale Lösung hofft man, diesmal gefunden zu haben: Ein Barwagen mit Stehtischen werde direkt vor dem Eingang zum Rittersaal platziert, sodass man auch beim Cocktail-Trinken nicht abseits des Geschehens sei.

Im Rahmenprogramm findet man neben musikalischer Unterhaltung an allen Tagen auch wie gewohnt ein Kochduell mit zwei Ludwigsburger Profiköchen sowie Nattheims Bürgermeister Norbert Bereska und Roswitha Girdler von den Schloss Arkaden als Hobbyteilnehmer. Wer diesjährige Spätzleskönigin oder Spätzleskönig werden will, kann sich noch anmelden (Tel. 07328.6282 im„Weißen Rössle“ in Königsbronn). Voraussetzung ist aber, dass man seine Spätzle schabt und nicht durch die Presse drückt.

Bewährt hat sich ein Regionalmarkt mit kulinarischen Erzeugnissen lokaler Hersteller, der am Sonntag, 26. August, heuer zum zweiten Mal rund um das Kutschenmuseum stattfindet. Und auch was den Wein angeht, hat sich der Wirtekreis etwas einfallen lassen: Karl Haidle aus Stetten im Remstal präsentiertam Sonntag, 26. August, um 15 Uhr persönlich seine Weine. Es handle sich, so Widmann, um ein„kleines Weingut mit Qualitäten“.