Heidenheim Kaputte Olgastraße: Sanierung in drei Etappen geplant

Ab der Kreuzung Friedrichstraße (beim Römerbad-Museum) bis zur Kreuzung Bahnhofstraße (Beim Job-Center) soll die Olgastraße in den Sommerferien saniert werden und ist deshalb in diesem Abschnitt gesperrt.
Ab der Kreuzung Friedrichstraße (beim Römerbad-Museum) bis zur Kreuzung Bahnhofstraße (Beim Job-Center) soll die Olgastraße in den Sommerferien saniert werden und ist deshalb in diesem Abschnitt gesperrt. © Foto: Sabrina Balzer
Heidenheim / Andreas Uitz 10.01.2019
In den Sommerferien soll mit der Erneuerung der Olgastraße begonnen werden. Doch der am stärksten beschädigte Abschnitt wird wohl erst im Jahr 2021 umgebaut.

Sie ist die bedeutendste Ost-West-Achse durch die Innenstadt: die Olgastraße. Tagtäglich wird sie von tausenden Fahrzeugen befahren, vom normalen Pkw über Omnibusse bis hin zu schweren Lkw. Und diese Fahrzeuge haben über die Jahre hinweg Spuren hinterlassen, teils sogar so tiefe Spuren, dass diese inzwischen Gefährdungspotenzial haben. Vor allen Dingen im Bereich von der Pressehaus-Kreuzung bis zur Karlstraße sind die mehrere Zentimeter tiefen Spurrinnen teils so ausgeprägt, dass Fußgänger ins Stolpern kommen – wenn sie abseits der Ampel die Straße überqueren.

Was für Fußgänger ärgerlich sein mag, kann für Verkehrsteilnehmer auf zwei Rädern sehr schnell gefährlich werden.

Letzte Sanierung vor 14 Jahren

Die Olgastraße ist Teil der Bundesstraße 466, und deshalb ist auch der Bund für sie zuständig. Vor rund 14 Jahren war sie schon einmal saniert worden, allerdings traten nur wenige Jahre nach 2004 schon wieder die ersten Schäden am neu eingebauten Belag auf.

Im Bereich der Fußgängerampel vor den Schloss-Arkaden war der neue Belag so brüchig, dass er schon im August 2008 stellenweise repariert werden musste. Grund dafür war, dass bei der Sanierung lediglich der Straßenbelag erneuert wurde, der mindestens genauso wichtige Unterbau der Straße blieb unverändert.

Bei der Erneuerung der Straße 2004 war kein normaler Asphalt verwendet worden, sondern sogenannter Splittmastixasphalt mit polymermodifiziertem Bitumen, der besonders widerstandsfähig sein sollte. Doch was in der Theorie funktioniert, klappt in der Praxis noch lange nicht. Und deshalb steht nun eine abermalige Sanierung der Olgastraße an. Wie schon bei anderen Vorhaben in der jüngeren Vergangenheit, wird die Stadt im Auftrag des Bundes die Arbeiten planen, ausschreiben, vergeben und koordinieren – gezahlt wird jedoch vom Bund.

Verzögerung wegen anderer Baustellen

Eigentlich hätten die Bauarbeiten schon vergangenes Jahr beginnen können, doch angesichts zahlreicher weiterer Baustellen an markanten Stellen der Innenstadt, war das nicht möglich.

Deshalb soll der erste Bauabschnitt nun während der Sommerferien durchgezogen werden. Er reicht von der Kreuzung Friedrichstraße bis zur Kreuzung Bahnhofstraße. Nach Auskunft des städtischen Pressesprechers Wolfgang Heinecker kann die wichtige Verkehrsader nur in drei Abschnitten saniert werden, weil sonst der Verkehrsfluss durch die Innenstadt zu stark eingeschränkt würde.

Aus eben diesem Grund ist dieser erste Bauabschnitt auch in den Sommerferien vorgesehen. „Bei Baustellen an Durchgangsstraßen müssen komplizierte Umleitungen eingerichtet werden, vor allen Dingen müssen wir dafür sorgen, dass die Kreuzungen möglichst wenig beeinträchtigt sind“, erklärt Heinecker.

Man müsse noch vor Ende der Sommerferien mit dem Abschnitt fertig werden. Im Zuge der Bauarbeiten soll die Olgastraße diesmal nicht nur einen neuen Belag sondern auch einen stabilen Unterbau erhalten. Außerdem wird in diesem Bereich der Querschnitt der Straße verändert, weil ein zusätzlicher Radfahrstreifen auf Fahrbahnniveau eingebaut wird.

Letzter Abschnitt kommt 2021

Im Jahr 2020 soll dann der Bereich von der Kreuzung Bahnhofstraße bis zur Mitte der Kreuzung Marienstraße (beim Pressehaus) saniert werden. „Wir können die Kreuzung hier nur halb sperren, weil sie ein sehr wichtiger Knotenpunkt für den Busverkehr ist“, so Heinecker.

Fürs Jahr 2021 ist dann der Abschnitt von der Mitte der Pressehaus-Kreuzung bis zur Schnaitheimer Straße vorgesehen. Auch wenn die Stadt Heidenheim die Baumaßnahmen plant, vergibt und überwacht, so zahlt doch der Bund die Zeche dafür. Für den ersten Bauabschnitt sind Kosten in Höhe von rund 400 000 Euro kalkuliert, die beiden anderen Abschnitte sind noch nicht berechnet.

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