Medizin Rota-Virus: Kasse begrüßt Impfungen

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Kreis Heidenheim / 17.07.2013
Es ist die häufigste Ursache von Magen-Darm-Infektionen bei Säuglingen und Kleinkindern: das Rotavirus. Aus dem Kreis Heidenheim wurden bisher 32 Krankheitsfälle gemeldet.

Es ist die häufigste Ursache von Magen-Darm-Infektionen bei Säuglingen und Kleinkindern: das Rotavirus. Im ersten Halbjahr 2013 wurden aus Baden-Württemberg insgesamt 2060 Rotavirus-Erkrankungen an das Robert-Koch-Institut gemeldet, ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Laut Mitteilung der Techniker Krankenkasse (TK) bewegt sich damit die Summe der Erkrankungen in Baden-Württemberg entgegen dem bundesweiten Trend. Deutschlandweit wurden schon 40 030 Erkrankungen in den ersten sechs Monaten des Jahres registriert. Das sind über 8800 Fälle mehr als im ersten Halbjahr 2012.

Aus dem Kreis Heidenheim wurden bisher 32 Krankheitsfälle gemeldet. Hier zumindest ein sehr geringer Rückgang um drei Krankheitsfälle in den ersten sechs Monaten des Jahres. Bei an sich gesunden, kräftigen Kindern verläuft die Infektion meist harmlos und nicht dramatisch. Häufig sind Säuglinge und Kleinkinder betroffen, die in Kindertagesstätten versorgt werden.

Wie die TK weiter mitteilt, hat die Ständige Impfkommission nun entschieden, die Rotavirus-Impfung für alle Säuglinge zu empfehlen. Die diesjährigen Impfempfehlungen sollen kommenden Monat veröffentlicht werden. Danach hat der Gemeinsame Bundesausschuss drei Monate Zeit, um zu entscheiden, ob die Rotavirus-Impfung eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen wird.

„Gegen Rotaviren gibt es eine Schluckimpfung, die bei der TK im Rahmen einer Satzungsleistung bereits seit 2008 übernommen wird“, erklärt Werner Bahle, Leiter der TK in Aalen. Er begrüßt die Impfempfehlung, durch die die Impfung nun eine allgemeine Kassenleistung werden kann.