Heidenheim Roland Pabelick ist Heidenheims dienstältester HVG-Busfahrer

HVG-Busfahrer der ersten Stunde: Roland Pabelick.
HVG-Busfahrer der ersten Stunde: Roland Pabelick. © Foto: mb
Heidenheim / Michael Brendel 06.07.2018
Roland Pabelick ist der dienstälteste Busfahrer in Diensten der HVG. Wie denkt er über seinen Beruf?

Als noch Wahl-Busse durch Heidenheim fuhren, legte Roland Pabelick als Ferienarbeiter in der Werkstatt erstmals Hand an einen Bus. Weil Wert darauf gelegt wurde, dass die Beschäftigten vielseitig eingesetzt werden konnten, machte der gelernte Automechaniker den Busführerschein. Fortan kutschierte er Abertausende von Passagieren durch die Gegend – über die Wahl-Insolvenz und den Übergang zur HVG hinaus. Mittlerweile ist der 55-Jährige dienstältester Fahrer des Unternehmens.

Üben Sie Ihren Traumberuf aus?

Roland Pabelick: Das wäre zu viel gesagt. Aber er macht mir viel Spaß. Das Gewerbe hat mich schon inspiriert, als ich 1978 in der Werkstatt begonnen habe. Die Busse waren ja überall auf der Welt unterwegs und sind immer wieder mal liegen geblieben. Dadurch kam ich viel herum. Bis heute bin ich am liebsten mit dem Reisebus unterwegs, aber auch im Stadtverkehr.

Würden Sie wieder Busfahrer, wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten?

Eine sehr interessante Frage, die ich nicht mit ja oder nein beantworten kann. Ich bin mit Freude dabei, aber es bleibt halt vom Vereinsleben bis zur Familie Vieles auf der Strecke, weil man dauernd unterwegs ist, oft am Wochenende und abends arbeitet. Wenn man Anfang 20 ist, sind solche Aspekte zweitrangig.

Wie hat sich der Beruf verändert?

Im Reiseverkehr gibt es heutzutage viel mehr Kontrollen durch die Polizei. Das ist ja auch richtig, kostet aber jede Menge Zeit. In der Stadt kann man innerhalb des festen Takts Verspätungen kaum noch aufholen. Gleichzeitig müssen deutlich mehr Fahrgäste abgefertigt werden. . .

. . . die sich bestimmt auch anders verhalten als früher, oder?

Oh ja! Viele Jugendliche werden heute sehr schnell aggressiv. Und der Respekt im Umgang miteinander geht immer mehr verloren.

Haben Bus-Chauffeure früher ein anderes Ansehen genossen?

Als sich weniger Menschen einen Führerschein und ein Auto leisten konnten, war das in der Tat so. Außerdem ist man heute im Verkehr Vielen lästig. Nicht gerade von Rücksicht zeugt auch, dass immer wieder einfach Autos an Bushaltestellen geparkt werden.

Was macht einen guten Busfahrer aus?

Freundlichkeit, Fingerspitzengefühl und ab und zu ein Lachen sind unverzichtbar.

Fahren Sie privat auch Bus?

Nein. Wann sollte ich das auch tun? Wenn ich morgens zur Arbeit gehe, sind ja meistens noch gar keine Busse unterwegs. Außerdem schwinge ich mich gerne auf mein Fahrrad.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel