Deutsches Rotes Kreuz Rettungsdienst im Kreis Heidenheim zählt zu den schnellsten im Land

Demonstration eines Rettungseinsatzes: Schnelligkeit ist Trumpf und mit ein Qualitätsmerkmal der Notfallrettung.
Demonstration eines Rettungseinsatzes: Schnelligkeit ist Trumpf und mit ein Qualitätsmerkmal der Notfallrettung. © Foto: Rudolf Penk
Heidenheim / Erwin Bachmann 14.09.2017
Auch die Notärzte belegen mit ihren Anfahrtszeiten vordere Plätze und tragen zu einem hohen Qualitätsstandard bei.

Das Rote Kreuz im Kreis Heidenheim ist weiter im grünen Bereich und hat landesweit die Nase vorn, was die Schlagkraft der Notfallversorgung angeht. Dass die Spitzenstellung erneut verbessert worden ist, ergibt sich aus jüngst vorgelegten Zahlen, die Aufschluss darüber geben, wie lange es dauert, bis Rettungsdienst und Notarzt zur Stelle sind.

Das Maß aller Dinge in diesem Ranking ist seit jeher die sogenannte Hilfsfrist, also jene Zeit, die vom Eingang einer Notfallmeldung in der Rettungsleitstelle bis zum Eintreffen der Helfer beim Patienten am Einsatzort vergeht. Laut Landes-Rettungs-Dienstgesetz dürfen dabei höchstens 15 Minuten verstreichen, wobei die Frist als erfüllt gilt, wenn sie übers Jahr gesehen in 95 Prozent aller Fälle eingehalten wird.

Nur Stuttgart ist schneller

In Stadt und Kreis Heidenheim liegt diese aus dem Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres resultierende Quote bei 96,12 Prozent und hat sich im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren leicht verbessert, wozu nach Einschätzung von Rettungsdienstleiter Jens Hofele auch die Inbetriebnahme des Rettungswagen-Standorts in Gerstetten beigetragen hat. Damit belegt der Landkreis unter den 34 baden-württembergischen Rettungsdienstbereichen jetzt den zweiten Platz: nur Stuttgart, ein reiner Stadtkreis, ist noch schneller.

Eine eigene Berechnung gibt's für den Einsatz der Notärzte, die im Kreisgebiet an zwei Standorten, im Klinikum Heidenheim und in der Rettungswache Giengen, stationiert sind und dank einer Kooperation mit dem Ostalbkreis im Falle eines Falles auch von Neresheim in den Bereich Härtsfeld ausrücken.

Diese gute Aufstellung verkürzt die Anfahrtszeiten der Notärzte, die 2016 zu 94,04 Prozent innerhalb der geforderten Viertelstunde vor Ort waren. Diese Quote liegt zwar leicht unter der auch hier angepeilten rechnerischen 95-Prozent-Marke, ist aber so gut, dass Heidenheim im Landesvergleich auf dem 5. Platz liegt: vor Nachbarn wie dem Ostalbkreis oder dem Alb-Donau-Kreis.

Der Blick zurück

Noch vor etwa zehn Jahren hatte man beim DRK-Kreisverband Heidenheim von diesen rekordverdächtigen Zeiten nur träumen können. Damals lag die Quote in der Notfallrettung bei gerade mal 88,2 und in der notärztlichen Versorgung nur bei 84,8 Prozent.

2009 hatte der sich aus Kostenträgern und Leistungserbringern zusammensetzende Bereichsausschuss für den Rettungsdienst auf diese unbefriedigende Situation reagiert und mit örtlichen Verantwortlichen ein neues Konzept auf die Beine gestellt: mit einer verstärkten Kooperation, einem neuen Zuschnitt der Zuständigkeiten von Rettungswachen und Verbesserungen im notärztlichen Bereich.