Heidenheim Psychisch kranker Mann mit Messer auf der Flucht

Mehrere Polizei- und Rettungswagen fuhren am Mittwoch kurz nach Mitternacht in der Schmittenbergstraße vor. Polizeiangaben zufolge gab es bei dem Vorfall aber keine Verletzten.
Mehrere Polizei- und Rettungswagen fuhren am Mittwoch kurz nach Mitternacht in der Schmittenbergstraße vor. Polizeiangaben zufolge gab es bei dem Vorfall aber keine Verletzten. © Foto: Markus Brandhuber
Heidenheim / Michael Brendel 06.06.2018
Die Polizei hat nach einem nächtlichen Einsatz am Mittwochmorgen einen 36-Jährigen in der Fußgängerzone geschnappt.

Für Aufsehen sorgte in der Nacht zum Mittwoch ein großes Aufgebot an Polizei und Rettungskräften in der Heidenheimer Oststadt. Ein psychisch kranker Mann, der ein Messer bei sich trug, hatte in einem Wohnhaus an der Schmittenbergstraße randaliert.

Mehrere Personen, die sich nicht mehr sicher fühlten, suchten deshalb im Nachbargebäude Zuflucht. Kurz vor 24 Uhr ging dann bei der Polizei ein Notruf ein. Obwohl diese bereits kurz darauf am Ort des Geschehens eintraf, gelang es dem 36-Jährigen, zu Fuß zu flüchten.

Augenzeugen zufolge war ein gutes Dutzend Streifenwagen an der Suche nach dem Mann beteiligt, der zunächst über die Seestraße Richtung Innenstadt rannte. Ein Passant folgte ihm und beobachtete, wie er unweit des Eingangs zum Brenzpark und der Bahnbrücke seinen Kopf in die Brenz hielt.

Anschließend versuchte sich der 36-Jährige seinen Verfolgern zu entziehen, indem er erst nach Süden und dann zwischen den Gebäuden auf dem Ploucquet-Areal hindurch hetzte. Auf den Fersen war ihm zu diesem Zeitpunkt ein Zeuge, der ihm bis in die Fußgängerzone nachsetzen konnte und dies übers Handy der Polizei mitteilte. Diese riegelte daraufhin den betreffenden Altstadtbereich und die Zugänge zum Schlossberg ab.

Der Gesuchte blieb jedoch vorerst verschwunden. Am frühen Morgen schnappten ihn Polizeibeamte dann an der Grabenstraße. Anschließend wurde er in einer Klinik untergebracht. Mit Verweis auf den Persönlichkeitsschutz machte die Polizei keine weiteren Angaben zu dem 36-Jährigen.

Somit ist offen, ob er sich lediglich in der Schmittenbergstraße aufhielt oder dort wohnt. Nach Auskunft Claudia Kappelers, Pressesprecherin beim Ulmer Polizeipräsidium, ist es jetzt Sache der weiteren Ermittlungen, die Hintergründe des nächtlichen Vorfalls ans Licht zu bringen, bei dem niemand verletzt wurde.

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