Heidenheim Protest aufs Pflaster gemalt

Auch vom Regen ließen sich rund ein Dutzend Therapeuten nicht abhalten, ihren Protest öffentlich zu machen – passenderweise vor dem Infomobil des Deutschen Bundestages.
Auch vom Regen ließen sich rund ein Dutzend Therapeuten nicht abhalten, ihren Protest öffentlich zu machen – passenderweise vor dem Infomobil des Deutschen Bundestages. © Foto: Christian Thumm
Heidenheim / hz 26.08.2018
Das Wetter passte zur Stimmung: Weil sie auf die aus ihrer Sicht unzureichenden Rahmenbedingungen ihrer Branche aufmerksam machen wollten, suchten am Samstag bundesweit Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden und Podologen den Kontakt zur Öffentlichkeit.

Um mit den Passanten ins Gespräch zu kommen, malten sie auch auf dem Eugen-Jaekle-Platz im Regen mit Kreide den Schriftzug „Therapeuten am Limit“ aufs Pflaster.

Hingewiesen werden sollte auf die Gefahr, dass sich die Versorgung der Patienten deutlich verschlechtern könnte, Therapeuten immer wenigen freie Termine zu vergeben hätten. Wie unlängst an dieser Stelle berichtet, fehlt es den Heilmittelerbringern an Nachwuchs.

Branchenvertreter führen diese Entwicklung neben dem nahezu alle Bereiche betreffenden Mangel an Auszubildenden im Wesentlichen darauf zurück, dass infolge des bestehenden Systems die meisten Azubis Schulgeld bezahlen müssten.

Eine Hypothek angesichts der Einstiegsgehälter. Deren Höhe sei wiederum von den mit den Krankenkassen ausgehandelten Vergütungssätze abhängig. Und in dieser Hinsicht sei der Spielraum sehr begrenzt, bestehe deutlicher Nachholbedarf.

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