Heidenheim Polizei gibt Tipps für sicheren Schulweg

Sicher zur Schule: Dafür will die Polizei in der kommenden Woche sorgen.
Sicher zur Schule: Dafür will die Polizei in der kommenden Woche sorgen. © Foto: Foto: Racle Fotodesign, stock.adobe.com
Heidenheim / pm 07.09.2018
Zum Schulbeginn am Montag kündigt die Polizei gezielte Kontrollen im Umfeld von Schulen an. Eltern können aber auch dazu beitragen, dass ihr Kind sicher zur Schule kommt.

Im vergangenen Schuljahr verzeichnete das Ulmer Polizeipräsidium 42 Schulwegunfälle, davon neun im Kreis Heidenheim. Die Polizei nimmt den Schulbeginn am kommenden Montag deshalb zum Anlass, verstärkte Kontrollen vorzunehmen. Sie wird ein besonderes Auge darauf haben, ob die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten vor den Schulen eingehalten werden, und ob die Kinder in den Autos angegurtet sind. Überwacht werden sollen auch Halte- und Parkverbote vor Schulen, da diese den Kindern auf dem Schulweg Sicherheit bieten sollen.

Gleichzeitig hat die Polizei eine Reihe von Tipps parat:

  • Mit dem Kind den Schulweg zu üben, kann mögliche Gefahren minimieren. Ein Kind sollte den Weg kennen und wissen, bei wem es sich im Notfall Hilfe holen kann. Dazu gehören Geschäfte, Behörden, Bekannte. Und natürlich die Polizei. Deshalb ist es wichtig, den Kindern keine Angst vor der Polizei zu machen. Trainiert werden sollte auch, wie und wo man sicher über die Straße geht, und worauf man an einer Ampel achten muss.
  • Eltern sollten einmal die Rollen tauschen und sich von ihrem Kind zur Schule bringen lassen. Wichtig ist, immer rechtzeitig loszugehen, um Fehler unter Zeitdruck zu vermeiden. Wenn möglich sollten Kinder zusammen mit anderen zur Schule gehen. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl, und im Notfall sind die Kinder nicht allein.
  • Eltern sollten ihrem Kind Regeln mit auf den Weg geben. Dazu kann gehören, nirgendwo hinzugehen, wenn es nicht vorher besprochen wurde, keine Geschenke anzunehmen und über Probleme zu sprechen.
  • Gerade in der dunklen Jahreszeit sind Kinder mit heller und reflektierender Kleidung besser zu erkennen.
  • Aus polizeilicher Sicht sind tägliche Autofahrten zur Schule kein Mittel zur Risikominimierung. Denn Kinder müssten lernen, mit Herausforderungen umzugehen. Diese Möglichkeit werde ihnen mit dem „Elterntaxi“ genommen.
  • Erst wenn ein Kind seinen Schulweg sicher beherrscht, die aufgestellten Regeln beachtet und sich im Notfall Hilfe holen kann, sollten Eltern darüber nachdenken, es alleine gehen zu lassen.
  • Kinder denken, fühlen und handeln nicht wie Erwachsene. Wirklichkeit und Fantasie verwischen bei ihnen noch. Sie fühlen sich stark und unverletzlich. Man müsse ihnen beibringen, dass ein Fahrzeug nicht in jedem Fall sofort anhalten kann, gibt die Polizei zu bedenken.
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