Heidenheim Poetry Slam: Große Worte und große Gefühle

Heidenheim / Kathrin Schuler 14.09.2018
Lustige, kritische und gefühlvolle Texte waren beim Saisonauftakt im Café Swing geboten.

Auftakt und Premiere zugleich war der Poetry Slam am Donnerstag im Café Swing in Heidenheim: Beim Start in die neue Saison hatten sich zuvor sechs Teilnehmer angemeldet, von denen es ganze fünf ins Finale schafften. „

So etwas hatten wir noch nie“, meinte Moderator Johannes „Hanz“ Elster. Doch das Publikum, das wie üblich mit der Lautstärke des Applauses über die Teilnehmer der finalen Runde entschied, hatte sich zwischen den Texten, die teils zum Nachdenken anregen, teils zum Lachen bringen sollten, kaum entscheiden können.

Zwar hatte Elster zunächst vier Kandidaten ausgewählt, doch nach dem Protest der Zuhörer, die die Lautstärke des Jubels anders wahrgenommen hatten, bekam auch der Heidenheimer Bene Kammer noch die Chance, einen zweiten Text vorzutragen.

Fünf Kandidaten in der zweiten Runde

Aus dem Wettbewerb nahm er sich jedoch heraus, ging es ihm doch nur um die Chance, seinen selbstgeschriebenen Text über eine schwere Lebensphase vorzutragen. Entschieden wurde die Final-Runde so zwischen den vier übrigen Poetry-Slammern: Andreas Rebholz aus Ulm sorgte mit seinem Text über das Leben als Durchschnitts-Typ für Lacher, die gebürtige Gerstetterin Laura Gommel stimmte mit „Buch deines Lebens“ nachdenklich, Michael Goehre rief mit „Völkerball“ gegen rechtes Denken und Egoismus auf während der Tübinger Hank M. Flemming mit sprachlichem Geschick zeigte, dass wir Menschen nicht einmal mit einem absolut perfekten Tag zufrieden wären – weil es dann nämlich nichts zu beklagen gäbe.

Knapp wurde es auch im Finale, denn das rappelvolle Swing konnte sich zwischen Goehre und Flemming nicht recht entscheiden – doch schließlich siegte Sprachwitz über Gesellschaftskritik und der Sieg ging an den Tübinger Poetry-Slammer.

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