Heidenheim Kita auf dem WCM-Areal: Die Pläne sind fertig

Blick vom Kirchengarten zum Standort des künftigen Kindergartens.
Blick vom Kirchengarten zum Standort des künftigen Kindergartens. © Foto: Christian Thumm
Heidenheim / Michael Brendel 23.08.2018
Die Ausschreibung für eine viergruppige Kindertageseinrichtung auf dem WCM-Areal ist auf den Weg gebracht. Fertiggestellt sein soll sie bereits im Juni kommenden Jahres.

Das hätte vor gar nicht allzu langer Zeit kaum jemand für möglich gehalten: Es mangelt an Kinderbetreuungsplätzen. Zuzüge und steigende Geburtenzahlen haben den Bedarf allen Vorhersagen zum Trotz anwachsen lassen, und so sind jetzt Ideen gefragt. Gut für die Stadt, dass sie in einem Fall die Pläne nur aus der Schublade zu ziehen braucht. Das Kinderhaus, das seit Mai an der Albert-Schweitzer-Straße in Betrieb ist, soll nämlich eins zu eins auch auf dem WCM-Areal gebaut werden.

Weniger Abstimmungsbedarf

Die Vorteile dieses Vorgehens liegen für Stefan Bubeck, den Leiter des Geschäftsbereichs Hochbau bei der Stadtverwaltung, auf der Hand: Dass die komplett im Rathaus erstellte Planung bereits vorliegt, spart viel Zeit und Abstimmungsbedarf auf der Baustelle.

Idealerweise hätte sich daher eine direkte Vergabe an das Generalunternehmen angeboten, das schon den Neubau auf dem Galgenberg in Systembauweise errichtet hat. Ein solches Vorgehen ist aber nicht möglich, weil bei Gesamtkosten von voraussichtlich 2,85 Millionen Euro Zuschüsse in Höhe von 558 000 Euro beantragt wurden. Stattdessen erfolgt jetzt in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium eine beschränkte Ausschreibung.

Einzug im Juni 2019

Parallel dazu wurde die Baugenehmigung auf den Weg gebracht, sodass es anschließend Schlag auf Schlag weitergehen kann: Die Vergabe soll Bubeck zufolge spätestens im Oktober erfolgen, die Bodenplatte möglichst noch in diesem Jahr betoniert werden. Angelehnt an die gerade einmal siebenmonatige Bauzeit an der Albert-Schweitzer-Straße könnte dann bei einem reibungslosen Fortgang das Gebäude schon im Juni 2019 bezugsfertig sein.

Je mehr sich das nördliche WCM-Gelände von der Ansammlung sanierungsbedürftiger Industriebauten zum Bildungs- und Betreuungscampus modernen Zuschnitts entwickelt, desto dringlicher stellt sich auch die Frage der Zufahrtswege. Die künftige Kita wird fußläufig zwar aus Richtung Süden erreichbar sein. Den Hauptzugang will Oberbürgermeister Bernhard Ilg aber vom Festplatz aus verwirklicht sehen, wo auch eine große Zahl von Autos problemlos abgestellt werden können. „150 Meter Fußweg sind sicherlich zumutbar“, so Ilg.

Zaun wird versetzt

Zunächst muss allerdings der Zaun des Brenzparks etwas versetzt werden, sodass der vorhandene Schotterweg künftig außerhalb des Geländes verläuft. Um ausreichend Platz für den Außenbereich der Kindertagesstätte zu schaffen, geht überdies dem Kirchengarten etwas Fläche verloren. Gleichzeitig rückt das vorhandene Kleinspielfeld ein Stück weiter nach Süden.

Vier Gruppen unter einem Dach

Ein halbes Jahr vom Spatenstich bis zur Einweihung – schneller lässt sich kaum bauen. Beim Kinderhaus an der Albert-Schweitzer-Straße ist es gelungen. Und auf dem WCM-Gelände, wo demnächst eine baugleiche Kindertagesstätte entsteht, soll's ebenso klappen.

Vier Gruppen mit bis zu 70 Kindern finden auf zwei Stockwerken Platz. Im Erdgeschoss befinden sich Leitung, Verwaltung und Hauswirtschaft. Der Eingangsbereich lässt sich mit einem Mehrzweckraum zu einer großen Veranstaltungsfläche erweitern. Für die Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten gibt es einen direkten Zugang zu den Außenanlagen.

Im Obergeschoss befinden sich die übrigen Betreuungs-, Funktions- und Schlafräume sowie der Krippenbereich.

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