Heidenheim / pm Der Starpianist interpretiert in der Waldorfschule auf Höchstniveau Werke von Mozart, Liszt und Schumann.

„Er war ein ganzes Orchester“, schrieb die New York Times jüngst nach einem Konzert von Ivo Pogorelich. Der Starpianist zählt seit nunmehr vier Jahrzehnten zu den Großen seines Fachs. Ein Künstler, der auf Höchstniveau unablässig nach eigener, unabhängiger Durchdringung sucht und immer wieder zu individuellen Lösungen findet. Scheinbar vertraute Werke entstehen so neu. Bedienung von Hörgewohnheiten? Fehlanzeige.

Pogorelich provoziert und polarisiert und scheute von Beginn seiner Karriere an kein Risiko. Über Nacht bekannt wurde der junge Pianist, als er 1980 beim Warschauer Chopin-Wettbewerb trotz herausragender Leistung nicht in die Schlussrunde kam. Einige der Juroren protestierten wütend. Martha Argerich war so erbost, dass sie die Jury mit den Worten „Er ist ein Genie!“ verließ.

In der Folgezeit avancierte Ivo Pogorelich zu einem Star der Klassikszene. Nach seinem triumphalen Debüt in der New Yorker Carnegie Hall 1981 glänzte er mit Auftritten in allen bedeutenden Konzertsälen der Welt, erhielt Einladungen von allen großen Orchestern.

Sein Heidenheimer Konzert, das am Montag, 18. März, um 20 Uhr im Festsaal der Waldorfschule beginnen wird, eröffnet Pogorelich mit Wolfgang Amadeus Mozarts Adagio h-Moll. Es folgen zwei „Gipfelstücke“ der Klaviermusik: Franz Liszts Sonate h-Moll wird auch heute noch als eine der revolutionärsten Kompositionen für Klavier angesehen. Alles andere als schlichte Übungsstücke sind die groß angelegten Sinfonischen Etüden op. 13 von Schumann selbst.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf im Ticketshop des Pressehauses und in allen HZ-Geschäftsstellen im Landkreis erhältlich.