Verkehr Paul-Hartmann-Straße ab sofort in Richtung Mergelstetten geöffnet

Endlich wieder freie Fahrt – wenn auch nur in eine Richtung: Oberbürgermeister Bernhard Ilg (rechts) und Bauamtsleiter Gerhard Horlacher machen Platz für die Fahrzeuge, die ab heute wieder auf der Paul-Hartmann-Straße in Richtung Mergelstetten fahren dürfen.
Endlich wieder freie Fahrt – wenn auch nur in eine Richtung: Oberbürgermeister Bernhard Ilg (rechts) und Bauamtsleiter Gerhard Horlacher machen Platz für die Fahrzeuge, die ab heute wieder auf der Paul-Hartmann-Straße in Richtung Mergelstetten fahren dürfen. © Foto: Rudi Weber
Silja Kummer 04.08.2016
Halbzeit bei der Erneuerung der Paul-Hartmann-Straße: Seit heute ist die Hauptverkehrsachse wieder befahrbar, einseitig in Richtung Süden.

Es ist die aufwendigste Straßenbaumaßnahme, die die Stadt Heidenheim derzeit betreibt: Für rund zwei Millionen Euro wird die Paul-Hartmann-Straße, die Heidenheim mit Mergelstetten verbindet, saniert. Seit Beginn der Bauarbeiten im Oktober 2015 war die Straße weitgehend voll gesperrt, in dieser Zeit wurden gut die Hälfte der Straße von der Brenzbrücke ab in Richtung Mergelstetten fertiggestellt. Saniert wurden die Abwasserkanäle, die Wasserleitungen und der Asphalt. Auf der gesamten Strecke wird die Straßenbeleuchtung mit LED ausgestattet.

Nun wird die Vollsperrung aufgehoben, der Verkehr nach Mergelstetten kann wieder rollen. Gleichzeitig wird der letzte Bauabschnitt bis zur Weilerstraße in Angriff genommen.

Neu ist, dass der Gehweg, den sich bisher Radfahrer und Fußgänger teilten, schmäler wird. Dafür erhalten Radfahrer einen eigenen, 1,85 Meter breiten Fahrstreifen. Für Kraftfahrzeuge bleibt eine in jede Richtung jeweils 3,25 Meter breite Fahrspur. „Schwierig war, dass die Hauptachse für Leitungen unter dem Gehweg geführt wurde“, erläutert Gerhard Horlacher, Fachbereichsleiter Bauen bei der Stadtverwaltung. Diese Leitungen mussten unter die Fahrbahn versenkt werden. „Der Ausbau für Radfahrer war uns wichtig, weil viele Mitarbeiter der Firmen Voith und Hartmann täglich auf dieser Straße unterwegs sind“, sagt Oberbürgermeister Bernhard Ilg. Außerdem bekomme man einen Landeszuschuss von 648 500 Euro für den Radwegbau.

Verändert hat sich auch das Bild des Ortseingangs nach Heidenheim: Die Paul Hartmann AG erneuert die Außenfläche vor ihrem Firmengebäude auf der Ostseite der Straße und hat bei dieser Gelegenheit den Zaun an dieser Stelle abgebaut. „Der Eindruck von der Stadt ist viel freundlicher, wenn man nicht an einem Zaun entlangfährt“, sagt OB Ilg.

Auf dem nun verbleibenden dritten Bauabschnitt müssen auch in großem Umfang Kabel umgelegt werden, damit der Radweg erneuert werden kann. Gearbeitet wird, solange es die Witterung zulässt. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass die Straße ab dem 16. Dezember für den Verkehr in beide Richtungen geöffnet werden wird. 2017 werden dann die restlichen ausstehenden Arbeiten ausgeführt, für die eine Restbauzeit von sechs Wochen vorgesehen ist. Für die Belagsarbeiten wird noch einmal eine Vollsperrung notwendig sein.

Nachdem die Hauptachse Paul-Hartmann-Straße zumindest in eine Richtung befahrbar ist, soll nach den Handwerkerferien am 22. August die nächste Großbaustelle beginnen: Dann wird die Ploucquetstraße saniert, was wie die Arbeiten auf der Paul-Hartmann-Straße der B 19 ein erhöhtes Verkehrsaufkommen bescheren wird.

Nach der Fertigstellung der Paul-Hartmann-Straße will die Stadtverwaltung die Renaturierung des Darmbachs angehen: In diesen mündet parallel zur Straße der Pflusterbach. Dort, wo sich jetzt ein verwildertes und nicht zugängliches Stück Ufer befindet, soll eine Grünfläche mit Platzcharakter entstehen, die von der Paul-Hartmann-Straße aus zugänglich sein wird.