IHK Ostwürttembergs Auszubildende werden immer besser

Im Mittelpunkt des Interesses standen am Donnerstagabend im CC die besten Auszubildenden, die von der IHK mit Preisen und Belobigungen bedacht wurden.
Im Mittelpunkt des Interesses standen am Donnerstagabend im CC die besten Auszubildenden, die von der IHK mit Preisen und Belobigungen bedacht wurden. © Foto: Rudi Weber
Ostwürttemberg / Silja Kummer 07.11.2014
369 junge Kaufleute und Facharbeiter haben in Ostwürttemberg ihre Ausbildung so gut abgeschlossen, dass sie von der Industrie- und Handelskammer (IHK) mit einem Preis oder einer Belobigung ausgezeichnet wurde. Gefeiert wurde am Donnerstagabend im Congress Centrum.

„Wenn das so weitergeht, müssen wir beim nächsten Mal ins Fußballstadion umziehen“, prophezeite IHK-Geschäftsführer Klaus Moser in seiner Begrüßung: 940 Gäste waren gekommen, vor drei Jahren waren es nicht einmal halb so viele. Und auch die Zahl der guten und sehr guten Absolventen ist gestiegen: Von 2058 Prüfungsteilnehmer haben 17,9 Prozent einen Preis oder eine Belobigung erhalten. „Vor zehn Jahren waren es nur halb so viele gute Azubis“, sagte Moser. Und dabei seien die Standards gleich hoch geblieben, der Spitzenwert resultiere aus den individuellen Leistungen der Lehrlinge.

Und noch ein Superlativ schmückte die Feierstunde: Acht der Auszubildenden waren in ihrem Beruf Landesbeste bei der Abschlussprüfung, zwei davon sogar Bundessieger. Die Landessieger aus dem Landkreis Heidenheim sind Carina Doczy, Kauffrau im Großhandel, ausgebildet bei Mack Präzisionswerkzeuge in Sontheim/Brenz und Linus Ruf, Produktionstechnologe, ausgebildet bei Voith in Heidenheim.

IHK-Präsident Helmut Althammer sah den Grund für die hervorragenden Abschlüsse in den Werten, die hinter den messbaren Leistungen der jungen Menschen stehen. Die duale Ausbildung sei der sichere Start in eine erfolgreiches Arbeitsleben, so der IHK-Chef. Er kontrastierte die Jugendarbeitslosenquote in Baden-Württemberg von 3,7 Prozent mit denen in anderen europäischen Ländern wie Spanien (53,7 Prozent), Griechenland (51,5 Prozent) und Italien (44,2 Prozent). Hinter diesen Zahlen verberge sich eine große Dramatik, da die Jugendlichen ohne Perspektive seien. Um so wichtiger war es Althammer vor diesem Hintergrund, die Bedeutung des dualen Ausbildungssystems in Deutschland hervorzuheben, das „Eckpfeiler und Garant für die hohe Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft“ sei.

Rund 500 000 junge Menschen beginnen jährlich ein Hochschulstudium, ebensoviele entscheiden sich für eine duale Ausbildung. Allerdings sinkt die Zahl der Azubis, was die IHK mit Besorgnis zur Kenntnis nimmt. „Es ist Zeit zum Handeln, auch und gerade für unsere IHK“, konstatierte Althammer. Man wolle die Ausbildungsberatung für gewerbliche und kaufmännische Berufe weiter intensivieren, kündigte er an.

Oberbürgermeister Bernhard Ilg gratulierte den erfolgreichen Auszubildenden ebenfalls und freute sich außerdem über die Bekenntnis zum Standort Heidenheim der hiesigen Unternehmen. „Auf Sie warten innovative Arbeitgeber“, sagte er in Richtung der fertig Ausgebildeten.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von den jungen, aufstrebenden Musikern der Gruppe „Erpfenbrass“, im Anschluss waren die Auszubildenden zum Empfang im Foyer des CC eingeladen.