Flucht Oskar-Mozer-Halle: Schneller raus, wenn's brennt

Der TSV-Vorsitzende Ulrich Herkommer (unten) zusammen mit dem Technischen Leiter Jürgen Kube, der die Arbeiten koordinierte, auf der neuen Brandschutztreppe.
Der TSV-Vorsitzende Ulrich Herkommer (unten) zusammen mit dem Technischen Leiter Jürgen Kube, der die Arbeiten koordinierte, auf der neuen Brandschutztreppe. © Foto: privat
23.03.2016
An der Oskar-Mozer-Halle wurden jetzt eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, die dafür sorgen sollen, dass das Gebäude den gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich des Brandschutzes entspricht.

Für alle öffentlichen Gebäude werden in bestimmten Abständen Brandschutz-Gutachten erstellt. Das gilt auch für die Oskar-Mozer-Halle und die im Jahre 1974 angebauten Umkleide- und Geschäftsräume der TSV Herbrechtingen. Diese präsentieren sich nicht nur optisch in einem nicht mehr zeitgemäßen Zustand, sondern auch mit Blick auf den Brandschutz. Deshalb sei es unumgänglich gewesen, diesbezüglich tätig zu werden, so der TSV-Vorsitzende Ulrich Herkommer.

Das dem Verein vorliegende Brandschutz-Gutachten bestätigte dringenden Handlungsbedarf. Deshalb wurde der Rat von Kreisbrandmeister Rainer Spahr eingeholt und der Anbau unter die Lupe genommen. Heraus kam „eine machbare und kostengünstige Lösung“, so Herkommer. Letzteres auch deshalb, weil sich Vereinsmitglieder bereit erklärten, die Baumaßnahmen in Eigenregie zu erledigen.

Die Stadtverwaltung honorierte das Engagement, indem sie die Materialkosten von 4000 Euro übernahm. Herkommer zeigt sich jetzt sehr dankbar darüber, da der Verein nicht gerade auf ein üppiges Finanzpolster gebettet sei.

Im Innenhof wurden eine Fluchttreppe und eine zweite Fluchttür eingebaut. Damit können im Falle eines Brandes alle Personen, die sich im Jugendraum befinden, auf diesen Wegen ins Freie gelangen. Des Weiteren wurde im Geschäftszimmer der TSV ein neues Fenster eingebaut, das sich problemlos öffnen lässt und ebenfalls einen schnellen Weg nach draußen gewährleistet. Außerdem wurden Fluchtweg-Hinweisschilder angebracht.

Dem Brandschutz zum Opfer gefallen ist der bisher von den Ringern genutzte Raum, der nun als Lager dient. Dafür wird der Jugendraum nach vorheriger Absprache diversen Abteilungen zur Verfügung gestellt. Zusammenrücken lautet also die Devise, bis der geplante Hallenneubau steht und klar ist, was mit der Oskar-Mozer-Halle samt Anbau geschieht.