Oper Opernfestspiele: „Last Night“ mit Händel, Vivaldi und Feuerwerk: Opernfestspiele: „Last Night“ mit Händel, Vivaldi und Feuerwerk

Der aus Südafrika stammende Daniel Hope ist Solist bei der „Last Night“ der Opernfestspiele. Der weltweit gefragte Geiger spielt auf einer Guarneri von 1742.
Der aus Südafrika stammende Daniel Hope ist Solist bei der „Last Night“ der Opernfestspiele. Der weltweit gefragte Geiger spielt auf einer Guarneri von 1742.
04.08.2016
Die Saison der Opernfestspiele Heidenheim geht zu Ende: Händels große Feuerwerks-Ouvertüre setzt in der „Last Night“ am Sonntag, 7. August, ab 20 Uhr den Punkt unter die Saison 2016.

Mit Feuerwerk. Und mit Weltstar: Daniel Hope bringt zusammen mit der Cappella Aquileia neben Händel auch Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ und die „Vier Jahreszeiten recomposed“ von Max Richter auf die Bühne des Rittersaals oder des Festspielhauses.

Der gefeierte und mehrfach mit dem Echo Klassik ausgezeichnete Geiger, 1973 in Durban, Südafrika, geboren, spielte bereits als Kind mit Yehudi Menuhins Enkelkindern. Kein Wunder also, dass er die Geige zu seinem Lebensinhalt machte. Ab 1978 nahm er Geigenstunden und bereits sechs Jahre später trat Daniel in London in das Royal College of Music ein, wo er bei den russischen Meistern Itzhak Rashkovsky, Felix Andrievsky und Grigory Zhislin studierte.

Letzte Station seines Studiums war die Royal Academy of Music, wo er mit Zakhar Bron arbeitete (1992–1998).

Auf diesem soliden Fundament baute Daniel Hope eine eindrucksvolle Karriere auf, und er arbeitet jetzt weltweit mit den renommiertesten internationalen Orchestern und Dirigenten. Seine Aufnahmen erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter sechs Echo-Preise, einen „Classical Brit Award“, den Deutschen Schallplattenpreis und mehrere „Grammy“-Nominierungen.

Während seiner gesamten Laufbahn hat Daniel Hope furchtlos Schranken durchbrochen und sich auf innovative, unkonventionelle musikalische Erfahrungen eingelassen. Zu den lohnenden Ergebnissen gehören Alben wie das modernistische „Spheres“, Max Richters „Berlin by Overnight“ sowie seine jüngste Veröffentlichung „Escape to Paradise – The Hollywood Album“ mit Gastauftritten von Sting und Max Raabe.

Daniel Hope spielt die „Ex-Lipinski“ von Guarneri del Gesu aus dem Jahr 1742, die ihm von einer Familie aus Deutschland zur Verfügung gestellt wurde.

Über Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ sagt der britische Komponist Max Richter, „das Werk ist ein omnipräsentes Klangobjekt und wie kein anderer Teil unserer musikalischen Landschaft und meines täglichen Lebens“. Und tatsächlich: Wollte man eine Hitliste der Musik aus den vergangenen 300 Jahren zusammenstellen, die „Vier Jahreszeiten“ wären sicherlich ganz vorne mit dabei.

Richter arbeitet in der Tradition von großen Neuschöpfern alter Werke wie Igor Strawinsky oder Hans Zender. Er bearbeitet, transformiert, sucht neuen Zugang, lotet Grenzen aus – und lässt doch in jedem Takt seine Liebe zum Original durchscheinen. Vivaldi bleibt Vivaldi – und wird zugleich wieder zu dem Grenzgänger, als der er in seiner Zeit berühmt war.

Die Gegenüberstellung von Original und Neuschöpfung schafft erfrischten Zugang zu einem Werk „klassischer Popmusik“.

Abhängig von der Witterung findet die Veranstaltung im Rittersaal Schloss Hellenstein Open Air oder im Festspielhaus Congress-Centrum Heidenheim statt.