Film Open-Air-Kino: 3000 Besucher waren im Brenzpark

Zehn Tage, 500 Liegestühle und knapp 3000 Menschen: das ist die Kurzversion des diesjährigen Open-Air-Kino-Sommers im Brenzpark.
Zehn Tage, 500 Liegestühle und knapp 3000 Menschen: das ist die Kurzversion des diesjährigen Open-Air-Kino-Sommers im Brenzpark. © Foto: Luftbild: Siegfried Geyer
Heidenheim / Elena Kretschmer 03.08.2016
Open-Air-Kino ist fast wie Zirkus: Ralf-Christian Schweizer über Heidenheim, Aalen und seine Fernsehturm-Pläne.

Zehn statt, wie letztes Jahr, 17 Tage lang konnten die Heidenheimer jetzt die besondere Atmosphäre beim Open-Air-Kino im Brenzpark genießen. "Wir haben den Zeitraum bewusst verkürzt", gesteht Veranstalter Ralf-Christian Schweizer. Warum? Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens verlange die Stadt Miete für die Volksbank-Arena. Er habe sich deshalb einen Sponsor suchen müssen und ihn glücklicherweise in der Heidenheimer Volksbank gefunden. Die neue „Aalener“ Location beim Bucher Stausee sei ihm dagegen gratis zur Verfügung gestellt worden. „Die sind da flexibler.“

Grund Nummer zwei ist der, dass bei 17 Tagen „nebenher enorme Kosten zusammenkommen“. Denn Schweizer ist schließlich kein reiner Open-Air-Kino-Betreiber, sondern gleichzeitig und hauptsächlich Geschäftsführer der Heidenheimer Capitol-und-Kino-Center GmbH. „Außerdem kam dieses Jahr zum ersten Mal Aalen dazu und nächstes Jahr soll es noch ein Open-Air-Kino in Stuttgart am Fernsehturm geben“, fasst der Heidenheimer zusammen. Insgesamt sind es dann vier Wochen, in denen er zusätzliches Personal braucht – etwa zehn Mitarbeiter für den Auf- und Abbau und nochmal sechs bis zehn pro Abend. Das sei fast wie beim Zirkus: a la „Die Karawane zieht weiter“ gehe es von einem Veranstaltungsort zum nächsten.

„Die Leute vergessen, dass irgendwann die Luft raus ist“, so Schweizer. Je länger der Zeitraum, desto mehr Veranstaltungen, die mit dem Kino im Freien kollidieren können. Deshalb wolle er für die Zukunft an den zehn Tagen festhalten. „Ich bin sehr zufrieden, wie es in Heidenheim gelaufen ist.“ Es musste keine Vorstellung abgesagt werden, es gab keine technischen Probleme und auch sonst keine Zwischenfälle. „Wobei wir zu 95 Prozent immer durchziehen, außer es zieht ein Sturm auf.“ In Aalen sei es etwas schlechter gelaufen, da es etwas kühler gewesen sei. „Das macht sich schon an den Besucherzahlen bemerkbar.“

Die Heidenheimer seien außerdem schon alte Hasen: „Die kommen komplett ausgerüstet mit Decken, Kissen und Schlafsäcken, um es sich bequem zu machen.“

Knapp 3000 Leute entschlossen sich heuer dazu, das Kino an der frischen Luft zu genießen. Am besten lief laut Schweizer der zweite Teil von „Independence Day“ mit 482 Zuschauern, am schlechtesten hingegen „Deadpool“ mit gerade mal 170. „Das war einfach der falsche Film, der ist schon durch“, analysiert Schweizer. Es sei schlichtweg kein Film, den man sich zweimal anschaue.

Ganz anders beispielsweise auch „Frühstück bei Monsieur Henri“: „Das ist ein ganz neuer Film, der ist aktuell, und die Leute sind neugierig.“

Ein besonders großer Erfolg war die Zeugnis-Aktion, bei der die Mathe-Note den Eintrittspreis festlegte. So konnten die Schüler den ersten Teil von „Fack ju Göhte“ im Kino-Center anschauen und mit dieser Eintrittskarte auch noch den zweiten Teil im Open-Air-Kino. „Die meisten Schüler kamen mit Einsern und Zweiern, die mit den Fünfern haben sich wahrscheinlich geschämt“, witzelt Schweizer, für den es nun erstmal in den Urlaub geht.

Bleibe ihm nur, Siggi Schwarz mit seinem Brenzpark Festival das gleiche Glück mit dem Wetter zu wünschen, das er mit seinem Openair hatte.

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