Heidenheim / HZ Ein Leserbrief zum Thema Rodung am Rinderberg.

Alles richtet seine Aufmerksamkeit auf zehn Hektar Waldrodung am Rinderberg, und fast unbemerkt fräsen Waldmaschinen weitere zehn Hektar in den Gemeindewald Nattheim. Man beginnt mal mit einer Waldwegverbreiterung auf 40 Meter und an den Kreuzungspunkten mit einem Wendeplatten-Durchmesser von 80 Meter für schweres Gerät. Diese Umweltverträglichkeitsprüfung hat schon längst die Note eins plus passiert, denn besser neun Windkraftanlagen mitten im Wald als ein Atomkraftwerk an der Donau. Nun benötigt man schon 20 Hektar Ausgleichsfläche für Waldanbau auf der Schwäbischen Alb. Wer gibt sie her? Heideflächen, wo die lieben Bienchen fliegen, Pferchflächen der Schäfereien, Landwirte im Vollerwerb oder doch die kleinbäuerlichen Erbengemeinschaften? Jedenfalls das Rotmilan-Paar und die beiden Falken-Paare im Möhntal werden sich verabschieden müssen, denn tagsüber sausen die Rotorblätter und nachts blinkt es rot, als wäre man am Frankfurter Flughafen. Diesmal wird es keine Logistik – alle mit nur zehn Meter Höhe, sondern 160 Meter bis zur Blattspitze – das Ulmer Münster misst 162 Meter. Tolle Aussichten.

Karl-Heinz Mayer, Schnaitheim