Heidenheim / Michael K. Berschwinger Leserbrief zu den Planungen fürs Schlachthof-Areal (“Im Osten regt sich Widerstand“, HZ vom 19. März)


Zu den Planungen fürs Schlachthof-Areal (“Im Osten regt sich Widerstand“, HZ vom 19. März)

Dem „Arbeitskreis Oststadt“ mit derzeit rund 20 Mitstreitern sei gesagt, dass sich mir die Romantik um das Schlachthof-Areal als Eingang zur Oststadt mit ihrem typischen Flair nicht erschließt. Das Ensemble am Eingang zum Schlachthof ist weder besonders erhaltenswert noch steht es unter Denkmalschutz. Völlig außer Acht gelassen wird hier, für wen das in der Hauptsache gebaut werden soll. Entstehen sollen mehrere mehrstöckige Gebäude mit Wohnungen, betreutem Wohnen und Pflegewohnungen.

Ohne zu sehr in den Paragraphendschungel der Landesbauordnung einzudringen, sei gesagt, dass bei der Planung von Gebäuden die Belange von Personen mit Behinderung und alten Menschen einzubeziehen sind. Ob unter den genannten Umständen und Baugesetzen hierbei die Gebäude als erhaltenswert einzuordnen sind, darf bezweifelt werden.

Auf die Stadt Heidenheim kommen hier zwei Herausforderungen zu. Zum einen mit attraktiven Angeboten, junge Familien zum Zuzug zu bewegen, zum anderen den Problemen durch immer stärker alternde Stadtteile entgegen zu wirken.

Gesucht sind also Lösungen für altersgerechte Wohngebäude, die auch die besonderen Anforderungen älterer Menschen berücksichtien. Die demografische Entwicklung ist eine Herausforderung und geht über das barrierefreie Bauen weit hinaus. Michael K. Berschwinger, Heidenheim