Heidenheim / Silja Kummer Der Technik- und Umweltausschuss des Gemeinderats entscheidet am Donnerstag, welche Variante der Planung verwirklicht werden soll.

Der neue Fußgängersteg über die Bahngleise beim Schnaitheimer Bahnhof kommt – über diese Nachricht freute man sich schon bei der Bürgerversammlung im April im Heidenheimer Teilort.

Mittlerweile sind die Pläne konkret geworden: Die Stadt hat das Schorndorfer Ingenieurbüro für Tragwerksplanung Schmid beauftragt, mehrere Varianten zu untersuchen.

In der Sitzung des Technik- und Umweltausschusses des Gemeinderats am Donnerstag um 16 Uhr soll der Baubeschluss gefasst werden. Die Verwaltung schlägt vor, einer Variante zuzustimmen, die behindertengerechte Rampen mittels einer Stahl- und Aluminiumkonstruktion beinhaltet. Geprüft wurden auch Alternativen mit Aufzügen oder einer breiteren Brücke.

In der internen Abstimmung und der Beratung mit der Bahn gab die Verwaltung der Variante mit Rampen den Vorzug. Die neue Brücke soll an gleicher Stelle wie die alte errichtet werden, zunächst muss der Steg also abgerissen werden.

Im März hatte die Verwaltung den Gemeinderat informiert, dass der bisherige Fußgängersteg in Schnaitheim, der 1984 gebaut wurde, nicht mehr saniert werden kann, sondern entfernt werden muss. Da in der damaligen Sitzung des Technik- und Umweltausschusses die Frage offen blieb, wie und wann Ersatz für das Bauwerk geschaffen wird, das den Schnaitheimer Ortsteil Hagen mit dem Ortszentrum verbindet, gab es in Schnaitheim eine Unterschriftensammlung für einen neuen Steg.

Bei der Bürgerversammlung im Oetinger-Gemeindehaus kam dann die Zusage, dass der alte Steg möglichst lange gesichert und ein neuer schnell gebaut werden soll. Im September wurde ein Auffangnetz unter der Fußgängerbrücke installiert, das herabfallende Teile auffangen soll.

Der Steg wird nun wöchentlich vom Geschäftsbereich Straßenbau der Stadtverwaltung kontrolliert, alle zwei Monate gibt es eine Sonderprüfung durch ein externes Ingenieurbüro. Laut Sitzungsvorlage sollen dadurch weitergehende Schäden sofort erkannt und wenn möglich repariert werden. Durch diese Maßnahmen will die Stadtverwaltung den Fußgängersteg so lange erhalten, bis ein neuer gebaut werden kann.

Die Kosten für den Abriss wurden auf 70 000 Euro beziffert, im Haushalt wurden bereits 700 000 Euro für einen neuen Steg bereitgestellt.