Heidenheim / HZ  Uhr
Die Heidenheimer Stadtwerke und der 1. FCH sind ein Wärmecontracting eingegangen. Die Stadtwerke investieren 2,5 Millionen Euro in ein BHKW.

Die Heidenheimer Stadtwerke bauen im Auftrag des 1. FC Heidenheim eine neue Heizzentrale zur umweltschonenden Wärmeversorgung der Voith-Arena sowie der zugehörigen umliegenden Trainingsplätze. Die Stadtwerke investieren hierfür rund 2,5 Millionen Euro. Ein Wärmecontracting-Vertrag ist von beiden Partnern geschlossen worden.

Blockheizkraftwerk kommt neben das Stadion

Entstehen wird das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) direkt bei der Voith-Arena. Über eine Wärmeleitung aus der neuen Heizzentrale heraus werden künftig das Stadion und die umliegenden Trainingsplätze mit Wärme versorgt. Darüber hinaus wird die bestehende Heizzentrale des 1. FCH in das Gesamtkonzept der neuen umweltschonenden Wärmeversorgung eingebunden.

432 Tonnen CO2 werden eingespart pro Jahr

Der Wärmebedarf der Voith-Arena sowie der zugehörigen Trainingsplätze beträgt rund vier Millionen kWh pro Jahr. Mit einer Nennleistung von 3800 kW kann das BHKW zusätzlich jährlich rund 1,2 Millionen kWh Strom produzieren. Im Vergleich mit Braunkohlekraftwerken können so rund 432 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Zudem verdrängt das umweltfreundliche BHKW rund 400 000 Liter Heizöl pro Jahr, was einer Einsparung von weiteren 1268 Tonnen CO2 entspricht.

Geplant ist, die Heizzentrale noch vor Beginn der Winterperiode 2020 in Betrieb zu nehmen. Über das neue BHKW besteht zudem die Möglichkeit eines Ringschlusses zum bestehenden BHKW des Klinikum Heidenheim. Von hier aus wird das Klinikum selbst und über die Stadtwerke AG zudem das Hotel und das Congress-Centrum mit Wärme versorgt. Auf diese Weise könnte die Versorgungssicherheit auf dem Schlossberg noch weiter gesteigert werden.

Noch weitere Kunden können angeschlossen werden

Der geplante Standort des BHKW ist jederzeit erweiterbar, sodass noch weitere Parteien an die umweltschonende Wärmeversorgung angeschlossen werden können. Der Vertrag zwischen 1. FCH und den Stadtwerken hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Seit Jahren schon sind die Stadtwerke AG Energielieferant und Sponsoringpartner des Vereins.

Bei konventionellen Kraftwerken kommt es bei der Stromgewinnung zu Wärmeverlusten von bis zu 70 Prozent. Die bei der Stromerzeugung in BHKW anfallende Wärmeleistung wird hingegen nicht an die Umwelt abgeführt, sondern zur Beheizung von Gebäuden und industriellen Anlagen genutzt. Die von der Stadtwerke AG eingesetzten Gasmotoren verwenden dabei das umweltfreundliche Erdgas.

Wirkungsgrad bis zu 90 Prozent

Durch die effizientere Technik bei der Stromerzeugung wird außerdem eine bessere Ausnutzung des Brennstoffs erreicht. Dadurch erhöhen sich der Gesamtwirkungsgrad und damit die Ausnutzung des Brennstoffs auf bis zu 90 Prozent. Strom wird also nur dann erzeugt, wenn die hierbei anfallende Wärme auch genutzt werden kann. Insgesamt betreibt die Stadtwerke AG vier Heizkraftwerke und über 240 Heizanlagen in Deutschland. Insgesamt liefert die Stadtwerke AG zusammen rund 71 Millionen kWh Wärme im Jahr an ihre Kunden.