Heidenheim Neue Brenzbahn-Panne: Schüler und Pendler betroffen

Und täglich grüßt die Pannenmeldung. Schon wieder gab es Probleme auf der Brenzbahn.
Und täglich grüßt die Pannenmeldung. Schon wieder gab es Probleme auf der Brenzbahn. © Foto: Christian Thumm
Heidenheim / Silja Kummer 09.03.2018
Schon wieder war auf die Brenzbahn kein Verlass: Am Freitagmorgen zwischen 6.25 und 9 Uhr stand der Bahnverkehr zwischen Aalen und Giengen still. Schüler und Berufspendler mussten auf Notbusse umsteigen.

Um 6.25 Uhr ließ sich eine Weiche zwischen Heidenheim und Mergelstetten plöztlich nicht mehr umstellen. Die Bahn stoppte sofort den Zugverkehr zwischen Giengen und Aalen. Vor allem Berufspendler und Schüler waren betroffen, sechs Züge fuhren gar nicht. Auf die Schnelle musste ein Busnotverkehr eingerichtet werden. „Das ist aber in der Hauptverkehrszeit natürlich nicht so einfach“, so ein Sprecher der Deutschen Bahn.

Gewindestange war gebrochen

Zwar habe die Bahn Notfallpläne und in jedem größeren Ort Partnerunternehmen oder Bahnbusse, jedoch sind diese morgens zwischen 7 und 9 Uhr auch selbst im Einsatz. „Dann wird eben der nächste Busunternehmer angerufen“, erläutert der Sprecher der Bahn.

Die Weiche, an der eine Gewindestange gebrochen war, konnte bis um 9 Uhr wieder repariert werden. Doch auch die nachfolgenden 14 Züge waren nicht pünktlich: Von einer Verspätung von durchschnittlich zehn Minuten spricht man bei der Bahn, wobei die ersten Züge, die wieder fuhren, noch deutlich unpünktlicher waren.

Noch nie so erlebt

„Das ist gefühlt eine Katastrophe“, kommentiert Werner Schölzel, geschäftsführender Schulleiter der Heidenheimer Gymnasien, die Situation. Nicht nur Schüler würden zu spät zum Unterricht kommen, teilweise seien auch Lehrer betroffen, die mit der Bahn fahren. „In der Dichte wie in diesem Jahr habe ich das noch nie erlebt“, so der Schulleiter des Heidenheimer Werkgymnasiums. Da alle Schulen betroffen seien, müsse der Landkreis etwas tun, meint Schölzel. Jedoch ist ihm auch klar, dass alle politischen Bemühungen bislang nicht fruchteten: „Offensichtlich ist die Bahn da schmerzfrei“, ist Schölzels Eindruck.

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