Bilanz Naturtheater: Zufrieden mit der Spielzeit 2015

Bei der Hauptversammlung des Naturtheaters wurden etliche langjährige Mitglieder geehrt.
Bei der Hauptversammlung des Naturtheaters wurden etliche langjährige Mitglieder geehrt. © Foto: Foto: Antoniuk
Heidenheim / 01.12.2015
Das Naturtheater sieht sich nach wie vor gut aufgestellt, das wurde dieser Tage bei der Hauptversammlung des Vereins deutlich. Nicht nur waren die Besucherzahlen gut, auch steigt die Zahld er Mitglieder.

Vor den mehr als hundert anwesenden Mitgliedern ging der Vorsitzende des Naturtheaters, Norbert Pfisterer, bei der Hauptversammlung zunächst auf die turbulente Anfangsphase seiner damals noch jungen Amtszeit ein, in der die Bühne 33 und deren Aktivitäten das Schiff Naturtheater gehörig ins Schlingern gebracht hätten. Doch die Wogen hätten sich inzwischen wieder geglättet, und das nicht zuletzt durch den Einsatz von Marita Kasischke, die durch ihr umsichtiges Wirken daran einen großen Anteil gehabt habe.

Das Naturtheater könne erneut auf eine äußerst erfolgreiche Saison zurückblicken. Die Auslastungen der beiden Hauptstücke Hexenjagd (74,4 Prozent) und Peter Pan (98,4 Prozent) waren aus Sicht des Vorstands mehr als zufriedenstellend, und das von der Theaterjugend inszenierte Stück „Die Kinder vom Bahnhof Zoo“ sowie das Herbststück „Eine ganz heiße Nummer“ seien voll ausverkauft gewesen. Alles in allem belaufe sich der Überschuss im zu Ende gehenden Jahr auf 80 000 Euro.

Derzeit 536 Mitglieder im Verein

Der Erfolg, so Pfisterer, mache sich auch bei den Mitgliederzahlen bemerkbar. Immer wieder kämen Menschen, um sich hier technisch, künstlerisch und sozial zu betätigen. Derzeit zählt der Verein 536 Mitglieder. In diesem Zusammenhang hob Pfisterer explizit das Engagement von Lara Tschabrun, Julius Ferstl und Marita Kasischke hervor, die mit syrischen Flüchtlingen ein erfolgreiches Projekt ins Leben gerufen haben, das neben kurzfristiger Integration die Einbindung in das normale Leben in Heidenheim als Ziel habe.

Pfisterer zeigte sich erfreut über seinen Nachfolger im Vorsitz des Fördervereins, Martin Grath, mit dem man wohl den richtigen Mann an die richtige Stelle gesetzt habe; und das nicht nur wegen der 25 000 Euro, die der Förderverein dem Naturtheater für die anstehenden Um- und Neubauten zur Verfügung gestellt hat.

Ulrike Valentin (künstlerischer Vorstand) lobte den rührigen Jugendbeirat, der dieses Jahr die 25. Theaterfreizeit organisiert hatte. Petra Pfisterer, im Vorstand zuständig für Service, verdeutlichte, was hinter der Bühne von den ehrenamtlichen Mitarbeitern im Cateringbereich gestemmt wird. So wurden in der Spielzeit 8000 Essen, 17 000 Süßigkeiten, 26 000 Portionen Eis, mehr als 4000 Cocktails, 4000 Gläschen Sekt sowie 21 000 sonstige Getränke verkauft. Alles in allem waren die Helfer mehr als 4000 Stunden im Einsatz.

Wechsel bei Bühnenbild und Technik

Der scheidende Vorstand für Bühnenbau und Technik, Stefan Lochstampfer, zog eine positive Bilanz seiner Amtszeit, die er aus beruflichen Gründen nicht fortsetzen könne. Sein Ziel, das Projekt Zukunftsbühne umzusetzen, sei ihm zusammen mit Christian Horn fast ganz gelungen. Im Bereich Pyrotechnik habe man mit Felix Antoniuk eine neue Kraft gefunden, die sich nach Erwerb der erforderlichen Scheine bis 2018 an den Verein gebunden habe. Für Christian Horn, der nach vielen erfolgreichen Jahren als Bühnenbildner ebenfalls eine Pause einlegt, konnte mit der Münchnerin Aylin Kaip eine Nachfolgerin gefunden werden, die sich und ihr Modell des Bühnenbildes den Mitgliedern präsentierte.

Der Beirat, vertreten durch Martha Munz, Steffi Zembsch und Bettina Ostermayer verwies auf etliche Aktionen, mit denen die Jugendlichen erheblich zum Leben auf dem Schlossberg beigetragen hätten. Ihr besonderer Dank galt Christoph Harkai, der nach sieben aktiven Jahren den Jugendbeirat verlässt.

Ralf Käpplinger ging in seiner Eigenschaft als Vertreter des Gebäudemanagements der Stadt auf die kommenden Baumaßnahmen ein. So sei inzwischen nicht mehr an einen kompletten Neubau im Bereich Umkleiden und Maske gedacht, denn die Bausubstanz hätte sich als so gut erwiesen, dass nun ein auch aus Kostengrüden günstigerer Umbau angedacht sei. Die Kosten von ca. 1,2 Millionen Euro teilten sich die Gebäude-GmbH, der Verein sowie der Verband zu je einem Drittel auf. Baubeginn sei nach der Spielzeit 2016.

Ehrungen für langjährige Mitglieder

Bei den Ehrungen wurden zahlreiche Mitglieder für zehn, 20 und 25 Jahre Zugehörigkeit zum Naturtheater ausgezeichnet. Auch vom Landesverband der Amateurtheater wurden Mitglieder ausgezeichnet. So erhielten Stefanie Combosch, Martina Gentner, Dirk Steffens und Annette Valentin die Bronzene Ehrennadel des Landesverbandes, die Silberne Ehrennadel für 20-jährige Zugehörigkeit ging an Alexandra Hirschberger und Karin Hörger, und die Silberne Ehrennadel des Bundes Deutscher Amateurtheater ging an Sieglinde „Sissi“ Barth, Norbert Pfisterer und Uli Valentin. Die Goldene Ehrennadel für 30 Jahre Naturtheater schließlich verlieh der Landesverband Andreas Warken und Oliver von Fürich.

Die Mitglieder lehnten es ab, die Bereiche Bühnenbau und Technik zu trennen und einen neuen Vorstandsposten zu schaffen. Petra Pfisterer wurde in ihrem als Vorstand Service wiedergewählt. Im Bereich Bühnenbau/Technik wurde Markus Hirschberger gewählt, ebenfalls neu im Vorstand ist Bettina Ostermayer für den Bereich Kunst.

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