Heidenheim / Joelle Reimer  Uhr
Das Tournee-Theater „Du bist in Ordnung, Charlie Brown“ feiert Premiere. im Heidenheimer Naturtheater.

Charlie Brown ist für Oliver von Fürich eine Herzenssache. Nicht nur, dass er die Geschichte des liebenswürdigen Losers nun schon zum zweiten Mal auf die Bühne des Naturtheaters bringt, sondern auch, weil ein Teil seiner Familie mit dabei ist – ebenfalls zum zweiten Mal.

„2004 haben wir das Stück erstmals gezeigt, da hat meine Frau die Lucy gespielt – und nun hat meine Tochter Pauline die Rolle“, sagt von Fürich, der als Regisseur von „Du bist in Ordnung, Charlie Brown“ die Idee hatte, das Theater nicht nur auf der Bühne in Heidenheim, sondern auch auf befreundeten Bühnen zu spielen.

Ein Tournee-Theater also, das nach der Premiere im Rahmen von „Kultur im Café“ am kommenden Freitag, 11. Januar, um 20 Uhr und den Aufführungen am 12. und 13. Januar im Naturtheater unter anderem auch in Fridingen, Aalen, Spalt, St. Pölten oder Geislingen aufgeführt wird – und in Berlin. Berlin? „Ja, das ist sozusagen der Ursprung. Ich habe das Stück im Jahr 2000 am Kleinen Theater am Südwestkorso gesehen und fand es toll. Auf Nachfrage bekam ich dann das Playback und wir konnten die Peanuts hier nach Heidenheim holen“, sagt von Fürich.

Der Vorteil des Stückes liegt dabei in seiner Unkompliziertheit: Wenige Requisiten, einfache Kostüme, und wenn man will, funktioniert das Ganze auch nur mit einem CD-Player und einem Lichtschalter. „Klar, mit der entsprechenden Technik gibt's ganz andere Effekte, und unsere Licht-Crew blüht bei diesem Stück definitiv auf“, sagt von Fürich.

Angelegt wie Comic-Strips – mit dem typischen Abroll-Schritt und relativ statischer Spielweise – dürften sich am Wochenende sicherlich viele Zuschauer, die den Comic kennen und lieben, direkt in die Geschichte von Charlie Brown und den Peanuts zurückversetzt fühlen.

Und auch wenn der Junge mit der Basecap in seiner eigenen Geschichte nichts auf die Reihe bekommt – mit dem Theaterstück schafft er es, im Jubiläumsjahr des Naturtheaters gewissermaßen als Botschafter unterwegs zu sein. Rund 20 Vorstellungen, so schätzt von Fürich, sollen es bis zum Ende des Jahres werden.